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Mindestens 300'000 Franken Schaden: Wie ein Ostschweizer und seine Freundin Online-Shops betrogen

Ein Niederbürer Bodybuilder hat über mehrere Monate unter falschem Namen Ware bestellt und nicht bezahlt. Er befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug.
Dinah Hauser
Der Ostschweizer Bodybuilder hat die Waren auf Rechnung liefern lassen, diese aber nie bezahlt. (Bild: Getty)

Der Ostschweizer Bodybuilder hat die Waren auf Rechnung liefern lassen, diese aber nie bezahlt. (Bild: Getty)

Über mehrere Monate hat ein Ostschweizer Bodybuilder diverse Online-Händler betrogen, wie der «Blick» berichtet. Der 43-Jährige setzte im vergangenen Jahr Bestellungen bei diversen Händlern unter frei erfundenen Namen ab. Als Lieferadressen wählte er öffentlich zugängliche Orte wie Geschäftsgebäude oder Therapiezentren. So konnte er kurz vor der Lieferung die Schilder der Briefkästen auswechseln und die Ware abfangen.

Gemäss dem Bericht bestellte der 43-Jährige in Online-Shops von Zalando, Jelmoli, Brack oder Nespresso. Demnach habe er sich so Futter für seine Büsis oder auch neue Pneus für sein Auto beschafft. Die Staatsanwaltschaft St.Gallen bestätigt den Fall gegenüber dem «Tagblatt». Ende 2018 sei die erste Anzeige eingegangen, wie Mediensprecherin Beatrice Giger sagt. Die Höhe der Deliktsumme sei indes noch nicht restlos geklärt.

«Zum jetzigen Zeitpunkt ist von einem Betrag von mindestens 300'000 Franken auszugehen.»

Auch die Anzahl der geschädigten Firmen sei noch nicht abschliessend ermittelt. Die Staatsanwaltschaft geht zurzeit von über 30 Firmen aus. Mittlerweile befindet sich der 43-Jährige aus Niederbüren im vorzeitigen Strafvollzug. «Ihm wird zur Hauptsache gewerbsmässiger Betrug vorgeworfen», sagt Giger.

Auch die Freundin bereicherte sich

Im Zuge der Ermittlungen gegen den Niederbürer geriet auch dessen Freundin ins Visier der Strafverfolgungsbehörden. Die 25-Jährige soll sich an der Betrugsmasche ebenfalls beteiligt haben: Schuhe, Kleider, Schmuck, Unterwäsche und auch Schminkutensilien für rund 3500 Franken ergaunerte sie, wie der «Blick» berichtet.

Gegen sie liegt bereits ein Strafbefehl vor, wie die St.Galler Staatsanwaltschaft bestätigt. Die Freundin wurde wegen Anstiftung zum gewerbsmässigen Betrug und Hehlerei zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen sowie einer Busse von 1000 Franken verurteilt. Der Strafbefehl ist jedoch noch nicht rechtskräftig, wie das zuständige Untersuchungsamt Gossau mitteilt. Die Frist laufe noch bis Ende Monat.

«Die Vorwürfe gegen den Beschuldigten sind deutlich umfangreicher als jene gegen seine Freundin», sagt Giger. Das sei der Grund, weshalb die 25-Jährige den Strafbefehl bereits erhalten habe, die Ermittlungen gegen den 43-Jährigen aber noch nicht abgeschlossen sind.

In derartigen Fällen seien die Ermittlungen sehr aufwendig, sagt Giger. «Sie werden dadurch erschwert, dass die beschuldigten Personen häufig unter falschen Namen, Adressen und etwa E-Mail-Adressen tätig sind.»

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