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Mildere Strafe für Hanfzüchter

Urteil Das Kantonsgericht St. Gallen hat einen Hanfzüchter der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt. Der Mann hatte sich in der Gerichtsverhandlung vehement für einen Freispruch eingesetzt (vgl. Ausgabe von gestern). Einen Tag nach der Berufungsverhandlung hat das Kantonsgericht St. Gallen nun seinen Entscheid schriftlich veröffentlicht. Es sprach gegenüber der Vorin­stanz eine deutlich mildere Strafe aus. Dennoch war auch das Richtergremium der zweiten Instanz überzeugt, dass der Hanfzüchter mit seinem Handeln gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen hat.

Während das Kreisgericht Toggenburg eine bedingte Freiheitsstrafe von 15 Monaten ausgesprochen hatte, verurteilte das Kantonsgericht den Beschuldigten nun zu einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 80 Franken mit einer Probezeit von zwei Jahren. Zudem hat er dem Staat eine Ersatzforderung von 100000 Franken zu zahlen. Die erste Instanz hatte diese auf 250000 Franken beziffert. Einige der beschlagnahmten Hanfpflanzen erhält der Mann zurück, einige werden vernichtet.

Kein Gehör fanden die Anträge der Staatsanwaltschaft. Diese hatte mit Anschlussberufung eine Erhöhung der bedingten Freiheitsstrafe auf 24 Monate und eine deutlich höhere Ersatzforderung beantragt. Die Kosten für das Untersuchungs- und die beiden Gerichtsverfahren, die mehrheitlich der Beschuldigte zahlen muss, sind hoch. Sie betragen über 80000 Franken.

Streit um Messmethode

Der Beschuldigte ist Inhaber und Geschäftsführer einer Firma, die im Toggenburg Hanf für medizinische Zwecke und die Forschung anbaut sowie zur Herstellung von Hanflikör verwendet. Er habe sich stets für die Legalität seines Hanfgeschäftes eingesetzt, hatte er an der Berufungsverhandlung erklärt. Beim Streit zwischen ihm und der Staatsanwaltschaft gehe es einzig und allein um die Messmethode. Er habe in seinem eigenen, professionellen Labor jeweils den THC-Gehalt gemessen. Die Werte seien immer im legalen Bereich gewesen.

Es brauche nur eine Messmethode, und diese sei für den legalen wie illegalen Hanf dieselbe, konterte der Staatsanwalt. Es lägen zwei Analysen vor, die belegten, dass die Pflanzen des Beschuldigten weit über dem erlaubten Wert gelegen hätten. Er habe um die gültige Rechtslage in Bezug auf den Anbau legalen Hanfes gewusst, sich jedoch nicht daran gehalten. (cis)

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