MIGRATION: Bundesasylzentrum in Altstätten wird ausgebaut

Ab 2019 werden die neuen, beschleunigten Asyl-Verfahren durchgeführt. Weil das neue Bundesasylzentrum in Altstätten erst drei Jahre später zur Verfügung stehen wird, baut der Bund das bestehende Empfangszentrum auf 340 Plätze aus.

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Als Übergangslösung bis zum neuen Bundesasylzentrum wird im Empfangs- und Verfahrenszentrum Altstäten die Kapazität erhöht. (Bild: Ralph Ribi (Archiv))

Als Übergangslösung bis zum neuen Bundesasylzentrum wird im Empfangs- und Verfahrenszentrum Altstäten die Kapazität erhöht. (Bild: Ralph Ribi (Archiv))

Im heutigen Ego-Kiefer-Areal in Altstätten, mitten in einem Wohnquartier, werden zudem Räume für 106 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemietet, teilte das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Mittwoch mit. Diese Überganglösung sei nötig, damit ab dem Jahr 2019 die neuen, beschleunigten Asylverfahren in Altstätten durchgeführt werden könnten.

Die Übergangslösung ende, sobald das neue Bundesasylzentrums (BAZ) im Hädler in Betrieb gehe, was voraussichtlich im Jahr 2022 der Fall sein werde. Der Neubau im Industriegebiet wird 390 Plätze für Asylsuchende und rund 110 Mitarbeiter haben. Die Stimmberechtigten von Altstätten hatten dem Landverkauf und der Umzonung im vergangenen November zugestimmt.
 

Warten in Kreuzlingen

Das heutige Empfangs− und Verfahrenszentrum (EVZ) in Kreuzlingen wird ab 2019 in ein Bundesasylzentrum ohne Verfahrensfunktion mit maximal 310 Unterkunftsplätzen ausgebaut, bisher hatte das EVZ 290 Plätze. Das BAZ in Kreuzlingen werde hauptsächlich Personen aufnehmen, die auf einen Asyl-Entscheid warteten oder die Schweiz verlassen müssten, heisst es im Communiqué weiter.

In der Asylregion Ostschweiz (Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen und Thurgau) wird das SEM also insgesamt 700 Unterbringungsplätze für Asylsuchende betreiben. In den sechs Regionen der Schweiz sind es total 5000 Plätze. (sda)