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Messerstiche aus Notwehr

Feldkirch «Er sitzt da wie ein Häufchen Elend. Doch sieben Messerstiche – der wollte ihn doch abschlachten.» Die Opferanwältin beim Gerichtsprozess in Feldkirch ist überzeugt, dass der Angeklagte seinen Kontrahenten töten wollte. Anderer Meinung ist die Verteidigerin. Sie ist sicher, dass der 28-jährige Pakistaner, der vom Opfer in den Hals gebissen wurde, Angst um sein Leben hatte und sich verteidigten wollte. So schildert der Angeklagte die Situation. Fest steht, dass ein Streit entstand. Das Opfer der Messerstiche wurde notoperiert und der Gerichtsmediziner bestätigt, dass der Patient viel Glück hatte. In der Notoperation wurde die verletzte Milz entfernt, der Mann verlor 2,5 Liter Blut. Während der Operation kam es sogar zum Kreislaufstillstand, der Mann musste reanimiert werden. Auch wenn das Gericht ihm 10000 Euro Teilschmerzensgeld zuspricht – davon kann sich das Opfer nichts kaufen. Der Mann, der für zehn Jahre hinter Gittern landet, wird ihm diese Summe kaum bezahlen können. (ce)

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