Messerattacke: Täter kannte das Opfer nicht

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St. Gallen Opfer und mutmasslicher Täter haben sich nicht gekannt: Davon gehen die Behörden im Fall des Messerangriffs in der St. Galler Marktgasse von Anfang August aus. Man habe allerdings noch nicht alle elektronischen Kommunikationsmittel auswerten können, sagt Roman Dobler, Medienverantwortlicher der Staatsanwaltschaft St. Gallen. Zudem sei das Tatmotiv nach wie vor unbekannt. «Der Beschuldigte machte von Beginn an einen verwirrten Eindruck auf die Strafverfolgungsbehörden.» Die inneren Beweggründe, die zur Tat geführt haben, seien zentraler Bestandteil dieser Untersuchung. «Daher werden wir – nach Gewährung des rechtlichen Gehörs – eine forensisch-psychiatrische Begutachtung in Auftrag geben.» Diese Begutachtung würde mehrere Monate dauern.

Am frühen Abend des 4. August war ein 22-Jähriger Opfer eines Messerangriffs geworden. Mittlerweile ist er seinen Verletzungen erlegen. Die Beerdigung fand gestern unter grosser Anteilnahme statt. Der mutmassliche Täter, der unvermittelt auf den Mann eingestochen hatte, wurde vor Ort von einem Passanten überwältigt und schliesslich von der Polizei verhaftet. Er befindet sich in Untersuchungshaft. (al)