Messe
«Endlich können wir die Maschinen wieder anwerfen»: Die Olma soll stattfinden ‒ ganz ohne Schutzmassnahmen

Der Entscheid ist gefallen, die Vorbereitungen laufen. Die Olma-Messen St.Gallen planen die Veranstaltung vom 7. bis 17. Oktober in bekannter Form ‒ ohne einschränkende Schutzmassnahmen.

Noemi Heule
Merken
Drucken
Teilen
Die Olma soll in diesem Jahr in bekannter Form stattfinden ‒ ohne Maske und Abstand.

Die Olma soll in diesem Jahr in bekannter Form stattfinden ‒ ohne Maske und Abstand.

Archivbild: Gian Ehrenzeller/Keystone

Vor rund einem Jahr trat Christine Bolt den Posten als Direktorin der Olma-Messen an. Nun konnte sie erstmals eine wahrlich frohe Botschaft verkünden. Die Olma 2021 soll stattfinden – ohne Abstriche. «Volle Kraft voraus», heisst es denn auch in der Medienmitteilung, welche die Genossenschaft Olma-Messen nach dem Bundesratsentscheid vom Mittwoch verschickte. In ihrem resoluten Öffnungsprogramm hebt die Landesregierung die Kapazitätsbeschränkung für Messen ab 26. Juli auf.

Christine Bolt, Direktorin der Olma-Messen.

Christine Bolt, Direktorin der Olma-Messen.

Bild: Anna Tina Eberhard
«Endlich können wir die Maschinen wieder anwerfen.»

Mit diesen Worten kommentiert Christine Bolt die Good News. «Dass diese für die Olma essenziellen Lockerungen so schnell kommen, überrascht uns positiv», heisst es in der Mitteilung. Nun könne man wieder arbeiten und die Mitarbeitenden nach und nach aus der Kurzarbeit zurückholen, sagt Bolt.

Und Arbeit gibt es genug. «Weil wir den Entscheid lange hinausgezögert haben, gibt es nun umso mehr zu tun», sagt sie. Nicht nur, aber vor allem für die Olma als grösste Veranstaltung im Jahreskalender der Genossenschaft.

Keine Masken, kein Abstand, kein Zertifikat?

Die Kapazitätsbeschränkung für Messen fällt ab kommendem Samstag unter einer Bedingung: Die Besucher müssen ein Covid-Zertifikat vorweisen. Die Olma hofft, dass mit dem Impffortschritt und dem Herdenschutz auch diese Einschränkung fällt, sichert aber für den Fall eine strenge Eingangskontrolle zu. Ob Zertifikat oder nicht, das spiele für die Planung eine untergeordnete Rolle, sagt Christine Bolt.

«Wichtig ist, dass wir auf Masken und Abstandsregeln verzichten können.»

Schliesslich soll die Olma vom 7. Bis 17. Oktober ein Volksfest werden. Auch der Herbstjahrmarkt vor den Toren des Messegeländes soll nach einem Jahr Zwangspause wieder stattfinden, wie die St.Galler Stadtpolizei als Veranstalterin mitteilt.

Startschuss für die Vorbereitungen in Schaffhausen

«Wegen der stetig verändernden Umstände mussten wir Partner und Aussteller lange vertrösten», heisst es im Communiqué vom Mittwoch weiter. Auch wenn bereits viele Aussteller provisorisch zugesagt hätten, sei der Stand an Anmeldungen zwangsläufig unter dem Niveau der Vorjahre, sagt Bolt.

Zentral sei momentan ohnehin die Zusage des Gastkantons, der unter dem Motto «Bock auf Schaffhausen» auftreten will. Man habe lange auf den Startschuss für die Endphase der Vorbereitungen gewartet, heisst es aus Schaffhausen, «nun können wir den Schlussspurt in Angriff nehmen».

«Der Bundesratsentscheid gibt uns eine Perspektive», fasst Christine Bolt die Vorfreude der Veranstalter zusammen. Einzig eine Virusmutation, gegen die der Impfschutz nicht greift, könnte der Herbstmesse noch in die Quere kommen. Mit diesem Worst-Case-Szenario will aber niemand rechnen. Christine Bolt sagt: «Einen Plan B gibt es nicht.» Momentan gibt es einfach den Plan Olma.

Schaffhausen als Gastkanton

Mit «Bock auf Schaffhausen» wird der Kanton Schaffhausen an der diesjährigen Olma als Gastkanton zeigen, wie vielseitig, kreativ und innovativ die Region unterwegs ist. Rund 50 Vereine und Organisationen werden Teil des Gastauftritts sein. Ursprünglich war der Gastauftritt des Kantons Schaffhausen 2020 vorgesehen, musste jedoch aufgrund der Absage der Messe um ein Jahr verschoben werden. (pd)