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Gelöste Stimmung, ermutigende Besucherzahlen – und eine polarisierende Flugshow: Die erste Zwischenbilanz der Olma 2021

Die erste Olma seit Beginn der Pandemie ist in vollem Gang. Katrin Meyerhans, Mitglied der Geschäftsleitung, zieht ein erstes Fazit. Und sie äussert sich auch zur Kritik an den Flugshows der Luftwaffe.

Adrian Vögele Jetzt kommentieren
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Eingangskontrolle an der Olma: Die Zertifikatspflicht werde gut akzeptiert, stellt die Messeleitung fest.

Eingangskontrolle an der Olma: Die Zertifikatspflicht werde gut akzeptiert, stellt die Messeleitung fest.

Bild: Ralph Ribi

Tag vier der ersten Olma seit Beginn der Coronazeit neigt sich dem Ende entgegen. Zeit für eine erste Bilanz mit der Messeleitung: Wie ist sie mit dem Start zufrieden? «Die Stimmung ist sehr gut, sowohl bei den Gästen wie auch bei den Ausstellerinnen und Ausstellern», sagt Katrin Meyerhans, Leiterin Bereich Messen der Olma Messen.

Katrin Meyerhans, Leiterin Bereich Messen der Olma Messen.

Katrin Meyerhans, Leiterin Bereich Messen der Olma Messen.

Bild: Thi My Lien Nguyen

Die Besucherzahl sei zwar tiefer als in früheren Jahren, damit habe man aber gerechnet:

«Wir haben uns zum Ziel gesetzt, etwa zwei Drittel der Besucherzahl von 2019 zu erreichen. Wenn es in den nächsten Tagen weiterhin so gut läuft wie bis jetzt, dann ist das realistisch.»

Vor zwei Jahren hatten 360'000 Gäste die Olma besucht.

«Viele sind einfach dankbar»

Die Zahl der Besucherinnen und Besucher mag etwas tiefer sein als auch schon, dafür stimme die «Qualität», wie Meyerhans sagt. Das Publikum lasse sich an den Ständen rege beraten und tätige viele Geschäfte. Entsprechend gut sei das Echo auch auf der Seite der Aussteller. «Viele sind einfach dankbar, dass die Olma wieder stattfindet.» So lasse sich denn auch die Grundstimmung auf dem Messegelände am besten beschreiben: «Gelöst und dankbar.»

Testzentren weniger ausgelastet als erwartet

Auf dem Gelände gilt eine Zertifikatspflicht. Das Schutzkonzept werde von den Gästen gut akzeptiert, sagt Meyerhans – bislang habe es deswegen keine Konflikte oder Zwischenfälle gegeben. Die eigens eingerichteten Testzentren der Olma werden aber etwas weniger stark genutzt als erwartet. «Wir haben damit gerechnet, dass sich ein grösserer Anteil unserer Gäste testen lassen wird. Das stimmt uns in Bezug auf die Besucherzahlen positiv für die Zeit ab Montag, wenn die Tests kostenpflichtig werden.»

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Bild: Benjamin Manser

Flugshows des PC-7-Teams: Olma wehrt sich gegen Kritik

Zum Eröffnungswochenende gehörten auch Flugvorführungen des PC-7-Teams der Schweizer Luftwaffe. Was vielen gefällt, stösst bei einigen auf Kritik: So bemängelten die Grünen der Stadt und Region St.Gallen schon am Freitag «diesen unnötigen CO2-Ausstoss und die Lärmbelästigung», wie es in einer Mitteilung heisst. Am Sonntag dann wurde auf dem Messegelände ein Transparent aufgehängt mit der Aufschrift: «Stelled eu vor es isch Klimakrise und me macht no Flugshows». Die Bewegung Kilmastreik St.Gallen verbreitete davon ein Foto auf den sozialen Medien.

Bild: Screenshot Instagram/Klimastreik St.Gallen

Meyerhans sagt, die Vorführungen des PC-7-Teams seien ein «Geschenk der Armee an die Olma-Besucher». Viele hätten Freude daran. «Dass das auch polarisieren kann, ist uns bewusst.» Aber das Thema Nachhaltigkeit sei der Olma wichtig. Das zeige sich aktuell beispielsweise in der Themenwelt Erlebnis Nahrung, wo die ETH neue Erkenntnisse zur Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft präsentiere. «Wir wollen aber nicht, dass die Olma als Plattform für politische Zwecke gebraucht wird», stellt Meyerhans klar. Das Transparent gegen die Flugshows habe man darum wieder entfernt.

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