Mehrere Wölfe im Rheintal und im Appenzellerland unterwegs – nun soll der Herdenschutz verbessert werden

Im St.Galler Rheintal und den angrenzenden Gebieten in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden sind mehrere Wölfe unterwegs. Sie haben über zehn Schafe gerissen. Der Herdenschutz soll nun verbessert werden.

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Im St.Galler Rheintal und im Appenzellerland sind mehrere Wölfe unterwegs.

Im St.Galler Rheintal und im Appenzellerland sind mehrere Wölfe unterwegs.

Bild: Benjamin Manser

(pd/nat) Seit dem 28. Oktober wurden im St.Galler Rheintal und den angrenzenden Gebieten in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden total elf Schafe und eine Ziege von Wölfen getötet und fünf weitere Schafe verletzt. Dies teilt die St.Galler Staatskanzlei in einem Communiqué mit.

Aufgrund der teilweise zeitgleichen Nachweise und der räumlichen Verteilung in den Gemeinden Altstätten, St.Margrethen, Oberriet und Grabs sind aktuell zwei oder sogar drei Wölfe im Gebiet unterwegs.

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Ein Wolf streift durch das Rheintal

Auch im Appenzellerland in den Gemeinden Walzenhausen, Wolfhalden, Schachen Reute, Speicher und Urnäsch sowie im Bezirk Oberegg sind in der gleichen Zeitperiode mehrere Risse und glaubhafte Wolfbeobachtungen gemeldet worden, heisst es in der Mitteilung weiter. Mehrere Sichtbeobachtungen erfolgten auf relativ kurze Distanz. Die Schafhalter wurden durch die kantonalen Fachstellen Herdenschutz informiert. Die Wildhüter haben DNA-Proben an den Rissen entnommen.

Ein Wolf wurde mitten in Speicher gesichtet.

Um weitere Schäden an Schafen zu reduzieren, ist ein ausreichender Herdenschutz auf der Weide mit Elektrozaun wichtig. Wenn möglich sollten die Schafe nachts eingestallt werden. Die neusten Ereignisse zeigen, dass mit der steigenden Wolfspopulation in ganz Mitteleuropa auch mit mehr durchziehenden Einzeltieren zu rechnen ist. Solche Einzelwölfe können zu jeder Jahreszeit nachgewiesen werden, so auch im Winter.