Mehr Zürcher Motorfahrzeuge im Thurgau

FRAUENFELD. Die Zahl der Zürcher Motorfahrzeuge, die im Kanton Thurgau eingelöst werden, ist im vergangenen Jahr von knapp 2000 auf rund 2400 Fahrzeuge gestiegen. Das dürfte dem Thurgau immerhin rund 160 000 Franken Mehreinnahmen einbringen.

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FRAUENFELD. Die Zahl der Zürcher Motorfahrzeuge, die im Kanton Thurgau eingelöst werden, ist im vergangenen Jahr von knapp 2000 auf rund 2400 Fahrzeuge gestiegen. Das dürfte dem Thurgau immerhin rund 160 000 Franken Mehreinnahmen einbringen.

Der Grund: Im Kanton Zürich wurde in einer Volksabstimmung eine Änderung der Verkehrsabgaben eingeführt, die sparsame Autos entlastet. Bei einem Lieferwagen mit 3000 Kubikmetern Hubraum wurde die Abgabe hingegen von 476 auf 1138 Franken erhöht, was deutlich mehr als eine Verdoppelung darstellt. Im Thurgau liegt der entsprechende Tarif weiterhin bei 408 Franken. Lange dürfte die Zahl der Zürcher Lieferwagen im Thurgau jedoch nicht mehr ansteigen. Denn bei den neuen verbrauchsärmeren Lieferwagen gibt es 50 Prozent Rabatt.

Angemeldet mit Privatadressen

Um ein Thurgauer Kennzeichen zu erhalten, muss eine Thurgauer Adresse vorgelegt werden können. Dies stellt für Firmen nahe der Grenze meist kein Problem dar. Sie geben die Adresse eines Mitarbeiters an. Dieser fährt am Abend mit dem Firmenauto nach Hause.

Nebenbei erhalten durch die Pflicht zum Vorführen auch die Thurgauer Strassenverkehrsämter mehr Einnahmen. Der Rückstand bei den Nachprüfungen sollte bis 2017 aufgeholt sein, dank der computerunterstützten Fahrzeugprüfung, die 2012 eingeführt wurde, und die Prüfungszeit verkürzt, und dank der erfolgreichen Intervention von Regierungsrat Claudius Graf-Schelling beim Bund, der neu die erste Vorführung erst nach fünf statt wie bisher nach vier Jahren vorschreibt. (che)

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