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Mehr Schweizer mögen die UBS

Gemeinwohl «Die Welt hat sich gewandelt», sagt Timo Meynhardt. Vor zwei Jahren führte sein Team vom Zentrum für Führung und Werte an der Universität St. Gallen zum letzten Mal die Befragungen für den Gemeinwohlatlas durch. Knapp zwei Drittel der Befragten antworteten, sie sähen das Gemeinwohl bedroht. Heute sind es bereits 73 Prozent. «Ein Erdrutsch.» Über die Gründe für den Stimmungswandel könne man nur spekulieren: Die Wahl von Donald Trump und die unsichere Weltlage könnten Gründe dafür sein, vermutet Meynhardt.

Jedenfalls besinne sich der Schweizer darauf, was er hat. «Das Haus braucht neue Farbe. So kann man die Stimmung vor zwei Jahren zusammenfassen. Heute heisst es eher: Es ist immer noch ein Haus aus Stein.» Es sind sichere Werte, die beim neuen Gemeinwohlatlas gut abschneiden. Der Rega, Spitex, Reka, Suva oder dem Roten Kreuz schrieben die Befragten schon vor zwei Jahren zu, viel für das Gemeinwohl zu tun. Gute Plätze erreichten auch traditionell angesehene Schweizer Organisationen wie Pro Infirmis oder die Paraplegiker-Stiftung, die 2015 noch nicht Teil des Atlas waren. Ausländische Unternehmen landeten dagegen weit hinten in der Rangliste.

Ohne Gemeinwohl keine Freiheit

Statt Organisationen danach zu bewerten, was sie tun, befragt der Gemeinwohlatlas die Bevölkerung. In vier Kategorien beurteilten dieses Jahr 14500 Personen aus der ganzen Schweiz Verbände, Unternehmen sowie staatliche Stellen nach ihrem Beitrag zum Gemeinwohl. Denn die Bürgerinnen und Bürger könnten das sehr gut beurteilen. Gemeinwohl, das ist die «Voraussetzung für Freiheit und für ein geregeltes Leben». Deshalb erlebe jeder täglich, wie es um das Gemeinwohl stehe. Und so hat auch fast jeder eine Vorstellung davon, was das Wort bedeutet, wie die Befragung ­ergab.

Mit der Idee des Gemeinwohls verbindet man auch Forderungen und Erwartungen. So besetzen zwar gemeinnützige Organisationen die Spitzenplätze. «Aber über 90 Prozent der Befragten sagen, dass auch Unternehmen eine Verantwortung für das Gemeinwohl tragen.» Und da werde beobachtet, was ein Unternehmen tue. Die Migros, die wieder weit vorne landet, zehre wohl noch von «Dutti», meint Meynhardt. Aber sie hat das Kulturprozent und die Clubschule, die ebenfalls wirken. Eine der Gewinnerinnen ist die UBS. «Sie ist vom absoluten Kellerkind auf Platz 94 vorgerückt. Einst galt sie als abgehobene Investment-Bank.» Doch sie habe sich gewandelt, schliesst keine Filialen, wendet sich dem Heimmarkt zu. «Das merkt man.» Verloren hat hingegen die CS. (ken)

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