Mehr Menschen und Arbeitnehmer in den Ostschweizer Kantonen – doch es gibt Gräben zwischen Stadt und Land 

Bei der Raumentwicklung gibt es keine grösseren Gräben zwischen den Ostschweizer Kantonen. Zwischen Stadt und Land hingegen schon. Das zeigen die Auswertungen des Themenberichts «Zehn Jahre gemeinsame Raumbeobachtung» der Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Glarus.

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In den Ostschweizer Städten wohnen immer mehr Menschen.  (Symbolbild: Ralph Ribi)

In den Ostschweizer Städten wohnen immer mehr Menschen.  (Symbolbild: Ralph Ribi)

(pd/bro) Die räumliche Entwicklung verlief in den Kantonen St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Glarus während der letzten Jahre in vielen Bereichen fast gleich, schreibt das Baudepartement des Kanton St.Gallen am Donnerstag in einer Mitteilung. So nahm zum Beispiel die Zahl der Bevölkerung als auch der Beschäftigten in allen vier Kantonen zu.

Wachstum nach Innen

Die Siedlungen beziehungsweise die Wohnbevölkerung haben sich gemäss Baudepartement in den vergangenen Jahren vorwiegend nach innen entwickelt. Gebiete in Randlagen der Bauzonen verzeichneten bei allen vier Kantonen ein geringeres Wachstum als Flächen, die eher innerhalb des bebauten Gebiets liegen. Der Bau von neuen Wohnungen und der Motorisierungsgrad – das heisst die Anzahl Personenwagen pro Person – nahm stärker zu als die Bevölkerungszahl, heisst es weiter.

Ostschweizer Städte wachsen, Bevölkerungsrückgang auf dem Land 

Deutliche Unterschiede zeigen sich gemäss Mitteilung bei allen vier Kantonen zwischen Städten und ländlichen Gemeinden. Die Bevölkerung ging in einigen ländlichen Gemeinden zurück, während in vielen Städten die Bevölkerung und Beschäftigung gewachsen sind. «Städte verfügen meistens über geringe bauliche Reserven. Ländliche Gemeinden besitzen zwar grössere Bauzonenreserven, die aber verkehrlich eher schlecht erschlossen sind», teilt der Kanton St.Gallen mit. 

Die gemeinsame Raumbeobachtung der Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Glarus feiere dieses Jahr Jubiläum. «Seit zehn Jahren erarbeiten die Kantone auf Basis von Leistungsvereinbarungen gemeinsame statistische Grundlagen für die Raumplanung», heisst es. 

Der Bericht «Zehn Jahre gemeinsame Raumbeobachtung» würdige die Zusammenarbeit und zeige die räumliche Entwicklung der letzten zehn Jahre anhand ausgewählter Indikatoren auf.