Mehr Ferien für Innerrhoder Kantonsangestellte

APPENZELL. Die Kantonsangestellten in Appenzell Innerrhoden sollen zeitgemässere Anstellungsbedingungen bekommen. Dazu wird zum einen die 15jährige Personalverordnung revidiert, zum anderen werden im Lauf der Jahre erlassene Einzelbestimmungen zusammengeführt und transparent gemacht.

Roger Fuchs
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APPENZELL. Die Kantonsangestellten in Appenzell Innerrhoden sollen zeitgemässere Anstellungsbedingungen bekommen. Dazu wird zum einen die 15jährige Personalverordnung revidiert, zum anderen werden im Lauf der Jahre erlassene Einzelbestimmungen zusammengeführt und transparent gemacht. Säckelmeister Thomas Rechsteiner und der für die Revision der Personalerlasse zuständige interne Projektleiter Werner Roduner informierten gestern die Medien.

Zentrale Anpassungen betreffen die Wochenarbeitszeit und die Ferienregelung. Statt vier Wochen gibt es für Mitarbeitende bis zum 50. Altersjahr künftig fünf Wochen Ferien, ältere kriegen sechs Wochen. Die Wochenarbeitszeit wird von 42,5 auf 42 Stunden reduziert. Im Gegenzug soll die Regelung für die Kompensationstage aufgehoben werden. Freuen dürfen sich auch Mütter. Ihnen will der Kanton fortan 16 Wochen Mutterschaftsurlaub gewähren. Bislang hielt sich Appenzell Innerrhoden an die Mindestvorgaben des Bundes und gewährte nur 14 Wochen. Schalteröffnungszeiten werden angepasst, so dass Mitarbeitende mehr Freiraum bekommen.

Nebst attraktiven Anstellungsbedingungen ist einer der wesentlichen Gründe für neue Personalerlasse das 2011 geschaffene kantonale Personalamt. Diese Veränderung ist bislang in den Reglementen noch nicht korrekt abgebildet, was sich nun ändern soll.

Derzeit befinden sich die neuen Personalerlasse in der Vernehmlassung, voraussichtlich im Juni wird der Grosse Rat darüber beraten. Thomas Rechsteiner spricht von einer geplanten Inkraftsetzung am 1. Januar 2016. Innerrhoden beschäftigt in der zentralen Verwaltung rund 200 Mitarbeitende.