Mehr Arbeitslose in der Ostschweiz

ST.GALLEN. Im Kanton St.Gallen ist die Arbeitslosenquote im Oktober um 0,1 auf 2,3 Prozent gestiegen. Auch im Kanton Thurgau waren mehr Personen arbeitslos.

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Im Kanton St.Gallen waren Ende Oktober mehr Personen auf Stellensuche. (Bild: Keystone)

Im Kanton St.Gallen waren Ende Oktober mehr Personen auf Stellensuche. (Bild: Keystone)

Die Zahl der Arbeitslosen hat in der Ostschweiz im Oktober zugenommen. Am stärksten traf es Graubünden: Im Tourismuskanton stieg die Arbeitslosenquote saisonal bedingt von 1,3 auf 1,8 Prozent. 1803 Personen, 517 mehr als im September, waren ohne Job.

Weniger Arbeitslose im Appenzellerland
Die beiden Appenzell verzeichneten, entgegen dem allgemeinen Trend, rückläufige Arbeitslosenzahlen: In Ausserrhoden waren Ende Oktober noch 353 (-12) Personen arbeitslos, in Innerrhoden noch 78 (-1). Die Quote betrug in Ausserrhoden unverändert 1,3 Prozent, in Innerrhoden 1,0 (-0,1) Prozent.

Ende Oktober waren im Kanton St.Gallen 9058 Personen auf Stellensuche, davon waren 5474 arbeitslos. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 auf 2,3 Prozent. Am stärksten ist die Zunahme bei den 20- bis 24-Jährigen (+3,8%) sowie bei den 25- bis 49-Jährigen (+3,7%). Der Anstieg bei den 50- bis 64-Jährigen bleibt mit 1,5 Prozent moderat, wie die St.Galler Staatskanzlei mitteilt. Zudem hat die Arbeitslosigkeit bei Männern (+4,0%) deutlich stärker zugenommen als bei Frauen (+0,9%). Zudem sind mehr Ausländer (+4,5%) als Schweizer (+0,6%) neu arbeitslos. Erfreulich entwickelte sich die Jugendarbeitslosigkeit: Bei den 15- bis 19-Jährigen sank sie um rund 15 Prozent.

Saisonale Gründe
Gründe für den Anstieg der Stellensuchenden- und Arbeitslosenzahlen sind in erster Linie saisonale Gründe, denn vor allem im Bau- und Gastgewerbe nahm die Arbeitslosigkeit zu - typisch für den Herbst. Hinzu kommen gemäss Meldung jedoch auch konjunkturelle Gründe. Die grösste Zunahme an Arbeitslosen ist im Bereich Personalvermittlung und -verleih zu verzeichnen. Weniger Arbeitslose gibt es dagegen im Bereich Elektrotechnik, Elektronik, Uhren, Optik sowie im Auto-, Gross- und Detailhandel.

In allen Regionen stieg die Zahl der Stellensuchenden und Arbeitslosen. Am stärksten betroffen sind jedoch Oberuzwil und Sargans.

Weniger offene Stellen
Ende Oktober 2011 befanden sich 1053 Stellensuchende (11,6%) in einem Kurs oder einem Programm zur vorübergehenden Beschäftigung, 1553 (17,1%) gingen einem Zwischenverdienst nach. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen betrug 1110, das sind 50 weniger als im Vormonat. Die Voranmeldungen für Kurzarbeit stiegen relativ stark an, um über 600 Personen.

Im Kanton Thurgau betrug die Stellensuchenden-Quote Ende Oktober 3,2 Prozent, die Arbeitslosenquote lag bei 2,1 Prozent. Das sind 0,1 Prozent mehr als noch im September. 2558 (+49) Personen waren ohne Job. In allen Ostschweizer Kantonen lag die Arbeitslosenquote unter dem gesamtschweizerischen Niveau von 2,9 Prozent. Appenzell Innerrhoden verzeichnete hinter Obwalden und Nidwalden die drittniedrigste Quote. (sda/pd/ybu)