Mediendienst wappnet sich

ST.GALLEN. Seit vierzig Jahren informiert die Dienststelle Kommunikation der Kantonspolizei St.Gallen die Medien. Mit dem immer rasanteren Informationsfluss veränderte sich auch die Arbeit der Mediensprecher – nun wurde ein neues Team vorgestellt.

Christoph Renn
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Das neue Team der Dienststelle Kommunikation: (von links) Hans Peter Eugster, Anja Zollinger, Kommandant Bruno Zanga, Gian Andrea Rezzoli und Hanspeter Krüsi. (Bild: Urs Bucher)

Das neue Team der Dienststelle Kommunikation: (von links) Hans Peter Eugster, Anja Zollinger, Kommandant Bruno Zanga, Gian Andrea Rezzoli und Hanspeter Krüsi. (Bild: Urs Bucher)

Kommuniziert wird bei der Kantonspolizei schon lange. Vor siebzig Jahren wurden die Redaktoren der verschiedenen Zeitungen aber nicht wie heute mit den Informationen direkt beliefert, sie mussten sie sich selber beschaffen. Die Polizei stellte die Meldungen für die Redaktionen der «Volksstimme», der «Ostschweiz» und des St.Galler Tagblatts noch in Papierform in einem Ablagekörbchen bereit.

Vor 40 Jahren gab es dann einen Umbruch: Auf den 1. April 1973 schuf Kommandant Heinrich Lüchinger, früher selbst Zeitungsredaktor, einen professionellen Presse- und Informationsdienst. Mit dem Beginn der digitale Welt veränderte sich die Arbeit der Mediensprecher erneut. Meldungen werden heute fast in Echtzeit im Internet aufgeschaltet. Und die Leserreporter sind mit den Smartphones immer und überall. Um mit diesem Tempo Schritt zu halten, hat die Kantonspolizei St.Gallen ein neues, grösseres Team zusammengestellt.

Eine Frau bringt frischen Wind

Als Bruno Zanga 2011 das Kommando der Kantonspolizei St.Gallen übernahm, hiess die Dienststelle Kommunikation noch Mediendienst. «Der Mediendienst umfasste damals nur Hanspeter Krüsi als Chef und Hans Peter Eugster», sagt Zanga. Ihm sei die Abteilung Kommunikation als Aushängeschild der Kantonspolizei sehr wichtig. Eine gute interne und externe Kommunikation brauche deshalb genügend Personal. «Im Vergleich mit anderen Corps hatten und haben wir in diesem Bereich mit Sicherheit noch Nachholbedarf», sagt er.

Als Sofortmassnahme wurde das Team um den Chef Kommunikation Hanspeter Krüsi und Hans Peter Eugster im Januar mit zwei Zuzügen verstärkt. Anja Zollinger ist die erste Mitarbeiterin der Dienststelle Kommunikation, die keine polizeiliche Ausbildung hat – sie hat einen Bachelor in Kommunikation. «Wir mussten zuerst lernen, was ein Bachelor in Kommunikation überhaupt ist», fügt Zanga an und schmunzelt. Zollinger ist für den Auftritt der Kantonspolizei St.Gallen in den Social Media verantwortlich. Um näher bei den Bürgern zu sein, hat die Kantonspolizei seit Ende 2012 einen eigenen Facebook-Account. «Wir sehen darin aber auch Grenzen», sagt Zanga. Twitter bleibe deshalb vorerst tabu.

Mit Gian Andrea Rezzoli ist hingegen jemand hinzugekommen, der ein fundiertes Polizeiwissen hat. Er absolvierte die klassische Laufbahn: Rezzoli arbeitete zuerst bei der Regionalpolizei, später wechselte er zur Dienststelle Betäubungsmitteldelikte, und zuletzt war er Dezernatschef der Kriminalpolizei. Auf den ersten Januar wurde Rezzoli zum Stellvertreter von Hanspeter Krüsi – «zum zweiten Gesicht der Kantonspolizei», sagt Zanga.

Medienarbeit am Wochenende

Die Einbrecher machen auch über das Wochenende und an Feiertagen keine Pause. Doch auch die Mediensprecher brauchen ihre Ruhephasen. Deshalb wurden bereits vor der Aufstockung der Dienststelle die beiden Mediensprecher Krüsi und Eugster bei der Arbeit durch vier weitere Polizisten unterstützt, denn: «Nicht selten läuft gerade am Wochenende besonders viel», sagt Zanga. Die sogenannten Wochenende-Mediensprecher Aurelio Zaccari, Bertrand Hug, Ulrich Bärtsch und Bruno Metzger werden auch dem neuen Team der Dienststelle Kommunikation an Feiertagen und am Wochenende zur Seite stehen.