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MEDICAL MASTER: St. Galler Ärzte im Wartezimmer

Künftig sollen Ärzte auch in St. Gallen studieren können. Der neue Masterstudiengang ist aufgegleist. Zu Fall bringen können ihn noch Parlament und Volk.

Seit bald drei Jahren arbeitet die Regierung daran, die Voraussetzungen für ein medizinisches Masterstudium in St. Gallen zu schaffen. Die letzte auswärtige Hürde nahm das Projekt im Frühling: Damals setzte die Zürcher Regierung ihre Unterschrift unter die Kooperationsvereinbarung; erst damit war die geplante Zusammenarbeit mit St. Gallen definitiv gesichert. Politisch ist der Prozess allerdings noch nicht abgeschlossen; innerhalb des Kantons beginnt er erst so richtig. Der Medical Master muss noch durch das Kantonsparlament – und schliesslich auch vor der St. Galler Bevölkerung bestehen.

Nun hat die Regierung die Parlamentsvorlage verabschiedet; in der Septembersession soll die vorberatende Kommission bestimmt, in der Novembersession die parlamentarische Debatte gestartet werden. Dabei geht es um die notwendigen gesetzlichen Anpassungen und um das Geld. Definitiv grünes Licht erteilen dem «Joint Medical Master St. Gallen» allerdings die Stimmberechtigten. Ihre Zustimmung ist notwendig, da der neue Masterstudiengang die Kantonskasse ab 2024 mit jährlich 2,1 Millionen Franken belasten wird. Die Volksabstimmung findet frühestens nächstes Sommer statt.

Gerangel um die Studienplätze

Keine Sorge müssen sich Universität und Kantonsspital St. Gallen – sowie die Zürcher Partner des neuen Angebots, die Universität und das Universitätsspital Zürich – um die Nachfrage machen. Die St. Galler Studienplätze sind begehrt; es findet ein eigentliches Gerangel darum statt. 86 Maturandinnen und Maturanden haben sich dafür angemeldet; 40 Plätze stehen zur Verfügung.

Die künftigen «eigenen» St. Galler Ärztinnen und Ärzte starten diesen Herbst ihr Bachelorstudium an der Universität Zürich und wechseln dann 2020 – so alles rund läuft – für das Masterstudium nach St. Gallen. 2023 schliessen sie ihre Ausbildung mit dem neuen «Joint Medical Master St. Gallen» ab.

Seit November ist auch klar, wie stark sich der Bund am Aufbau des hiesigen Masterstudiengangs beteiligt: 7,7 Millionen Franken werden von Bern in die Ostschweiz fliessen – gleich viel wie in die Zentralschweiz, wo Luzern ebenfalls in Zusammenarbeit mit Zürich einen Masterstudiengang aufbaut. Der Bundesrat hatte vor gut eineinhalb Jahren eine Anschubfinanzierung von 100 Millionen Franken über die nächsten vier Jahre beschlossen – mit dem Ziel, die gegenwärtig knapp 1000 Studienplätze für Mediziner auf dannzumal 1350 schweizweit zu erhöhen. Effektiv werden für das neue Studienangebot «nur» 4,6 Millionen Franken in der St. Galler Staatskasse verbleiben. Zwei Fünftel des Beitrags muss der Kanton der Uni Zürich für die Bachelorstudenten zurückvergüten, die er von ihr übernimmt.

Regula Weik

regula.weik

@tagblatt.ch

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