Mauerstreit
«Jetzt warte ich auf die Stadt»: Nach Streit um Gartenmauer im Riethüsli-Quartier – Eigentümer hat Mauer abbrechen lassen

Jetzt ist sie weg und ein langer Zwist hat ein Ende gefunden – ein vorläufiges: Walter Bösch ist der Verfügung der Stadt nachgekommen.

Daniel Wirth
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Jetzt stützt eine Holzwand den Hang.

Jetzt stützt eine Holzwand den Hang.

Bild: Tobias Garcia

Wo die umstrittene Gartenmauer stand, sichern seit Anfang Woche Bretter den Hang an der Oberhofstettenstrasse im «Riethüsli». Walter Bösch hat die Mauer abbrechen lassen, wie «Blick» berichtete. Den Abbruch verfügt hatte die Stadt. Ein Rekurs des Grundeigentümers gegen die Verfügung wurde vom Baudepartement des Kantons St.Gallen abgelehnt.

Walter Bösch sagt, er habe den Rückbau der Stadtverwaltung mitgeteilt und warte jetzt, was zu tun sei. Er sei all seinen Verpflichtungen nachgekommen. Schweren Herzens, denn er habe wegen der Mauer «viel Geld verlocht». Auf einen Weiterzug des Rechtsverfahrens an das Verwaltungsgericht des Kantons St.Gallen verzichtet der 76-Jährige.

Der Abbruch der Mauer hat eine jahrelange Vorgeschichte. Bösch sagt, er habe sich bei der städtischen Bauberatung erkundigt, ob er die Mauer so bauen dürfe. Später habe es dann auf einmal geheissen, er hätte eine schriftliche Bewilligung einholen müssen für den Bau der Gartenmauer.

Walter Bösch ist enttäuscht. Er sagt, er habe auf einen Dialog mit dem Stadtrat gehofft. Nach der Rückbauverfügung habe er aber nichts mehr gehört. Gegenüber dem «St.Galler Tagblatt» sagte Stadtrat Markus Buschor, erst seit Anfang Jahr Vorsteher der Direktion Bau und Planung, aufgrund der Höhe wäre die Mauer bewilligungspflichtig gewesen. Er wolle mit Walter Bösch das Gespräch suchen. Bösch wartet jetzt auf einen Termin.