Massenschlägereien im Flüchtlingsheim

KONSTANZ. Gleich zweimal hat die Polizei am Montagabend zu einer Flüchtlingsunterkunft in Konstanz ausrücken müssen. Im Zentrum der Auseinandersetzungen stand ein 24-jähriger, betrunkener Mann aus dem Irak.

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Auseinandersetzungen in Flüchtlingsheimen rufen immer wieder die Sicherheitskräfte auf den Plan. (Bild: Keystone (Symbolbild))

Auseinandersetzungen in Flüchtlingsheimen rufen immer wieder die Sicherheitskräfte auf den Plan. (Bild: Keystone (Symbolbild))

Gegen 21 Uhr teilte ein Sicherheitsmitarbeiter mit, dass es in der Unterkunft zu einer Auseinandersetzung mit rund 50 Personen gekommen sei und deshalb polizeiliche Hilfe benötigt werde. Das schreibt das Polizeipräsidium Konstanz in einer Medienmitteilung. Wenige Minuten später trafen zehn Polizeistreifen vor Ort ein - die Lage hatte sich aber bereits wieder beruhigt. Die Beamten konnten zunächst nicht feststellen, weswegen die Bewohner in Streit geraten waren.

Kurz nach 22 Uhr wurde dann eine erneute Schlägerei in der Unterkunft mit 30 bis 40 beteiligten Personen gemeldet. "Beim Eintreffen der ersten Streifen war die Auseinandersetzung noch im Gange und konnte erst mit dem Eintreffen weiterer Einsatzkräfte und Beamten des Zolls beendet werden", wie es im Communiqué heisst. Zwei Personen wurden durch Schläge und Tritte leicht verletzt - sie mussten zur Behandlung in ein Spital eingeliefert werden. Insgesamt acht Tatverdächtige musste die Polizei in Gewahrsam nehmen, um weitere Auseinandersetzungen zu verhindern.

Ursache für beide Vorfälle dürfte gemäss der Polizei ein Streit über die Benutzung der Duschen gewesen sein. Als Hauptakteur stellte sich ein 24-jähriger, unter Alkoholeinwirkung stehender Mann aus dem Irak heraus. Bei der zweiten Auseinandersetzung standen insgesamt 15 Polizeistreifen der umliegenden Dienststellen und Beamte der Bundeszollverwaltung im Einsatz. Die Polizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. (pd/red.)

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