Massenentlassung – Gekündigte der Baufirma Marty AG Bischofszell fordern Sozialplan

Die Bauunternehmung Marty AG in Bischofszell hat vergangene Woche sämtliche Mitarbeitenden entlassen. Laut der Gewerkschaft Unia Ostschweiz Graubünden sind 51 Personen betroffen. Nun fordert die Belegschaft einen Sozialplan.

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Die Marty Bauunternehmung AG in Bischofszell, hier der Hauptsitz. Die gekündigten Mitarbeiter fordern nun einen Sozialplan.

Die Marty Bauunternehmung AG in Bischofszell, hier der Hauptsitz. Die gekündigten Mitarbeiter fordern nun einen Sozialplan.

Bild: Reto Martin

(sda) In einer am Freitag veröffentlichten Resolution erklären die gekündigten Angestellten, sie seien «empört und enttäuscht über das Vorgehen seitens der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats». Dass die Firma ihren Mitarbeitenden plötzlich und ohne vorgängige Information gekündigt habe, sei «ein Affront und respektlos».

Die Betroffenen fordern die Durchführung eines Konsultationsverfahrens. Dazu sei das Unternehmen gesetzlich verpflichtet, heisst es im Communiqué. Es gelte Klarheit über die finanzielle Lage der Marty Bauunternehmung AG zu schaffen. Das Ziel müsse sein, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten.

Mitarbeitende und Gewerkschaft Unia fordern den Verwaltungsratspräsidenten Patrick Manser auf, gemeinsam einen Sozialplan auszuarbeiten. «Vor allem die älteren Bauarbeiter haben einen schweren Stand auf dem Arbeitsmarkt und geringe Chancen, eine neue Stelle zu finden», schreiben sie in der Resolution.

Die Massenentlassung bei der Marty AG war vergangene Woche bekannt geworden. VR-Präsident Patrick Manser begründete den Schritt mit der schlechter gewordenen Auftragslage. Während Manser von 40 bis 50 Entlassenen sprach, sind es laut der Gewerkschaft Unia 51 Betroffene.