Maskenpflicht für Servicepersonal und bei Veranstaltungen ab 30 Personen sowie Tanzverbot: Der Kanton Appenzell Innerrhoden verschärft seine Coronaregeln

In den letzten Wochen ist die Zahl an Corona-Infektionen auch im Kanton Appenzell Innerrhoden stark angestiegen. Zur Eindämmung dieser Entwicklung hat die Standeskommission verschiedene Massnahmen beschlossen. Diese werden am kommenden Montag in Kraft treten.

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Das Servicepersonal im Kanton Appenzell Innerrhoden muss ab Montag Maske tragen.

Das Servicepersonal im Kanton Appenzell Innerrhoden muss ab Montag Maske tragen.

Bild: Roger Grütter

(pd/dar) Auch der Kanton Appenzell verschärft seine Coronamassnahmen. Seit Anfang September haben die Zahl der Ansteckungen in Innerrhoden stark zugenommen. «Allein in der letzten und der laufenden Woche waren über 70 Ansteckungen zu verzeichnen», schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Als bedeutende Ansteckungsorte hätten sich das private Umfeld, Veranstaltungen und der Besuch von Bars und Clubs erwiesen.

Angesichts dieser Entwicklung hat die Standeskommission mit Wirkung ab dem nächsten Montag insbesondere folgende kantonale Massnahmen erlassen:

  • Schutzmaskenpflicht bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 30 Personen: Für das Essen und Trinken, für Reden und für weitere Spezialfälle bestehen Ausnahmen. Bei kleineren Veranstaltungen gilt die Maskenpflicht, wenn sich der Abstand von 1,5 Metern nicht einhalten lässt.
  • Maskenpflicht fürs Servicepersonal: In Gastronomiebetrieben muss das Servicepersonal Schutzmasken tragen. Das Konsumieren von Getränken und Essen ist nur noch sitzend an Tischen erlaubt.
  • Tanzverbot: Das Tanzen in öffentlich zugänglichen Einrichtungen, einschliesslich Angeboten von Tanzschulen und Sportvereinen, sowie an öffentlichen Veranstaltungen ist verboten. Ausnahmen bestehen hier für das professionelle Tanzen.

Die Massnahmen werden im Standeskommissionsbeschluss betreffend die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (StKB COVID-19) aufgenommen.

Die Standeskommission hoffe, dass mit diesen Massnahmen die derzeit sehr beunruhigende Entwicklung der Fallzahlen gebrochen und so auf weitere, möglicherweise einschneidendere Massnahmen verzichtet werden kann, heisst es im Communiqué. Sie ruft die Bevölkerung auf, im privaten und im öffentlichen Umfeld die Abstands- und Hygieneregeln des Bundes konsequent zu befolgen. Überall dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, soll eine Schutzmaske getragen werden.

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