MASKEN IN DER SCHULE
Besser eine Maskenpflicht als eine Massenquarantäne

Die Maskenpflicht in den Kantonen St.Gallen und Thurgau macht niemanden glücklich. Besser wäre eine konsequente Teststrategie.

David Angst
David Angst
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Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wiedikon.

Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wiedikon.

Bild: Gaetan Bally/Keystone

Die Situation in den Schulen gerät ausser Kontrolle. Ganze Schulklassen werden in Quarantäne geschickt. Nun haben die Kantone St.Gallen und Thurgau reagiert. Ab nächster Woche gilt wieder die Maskenpflicht. Wirklich glücklich ist darüber niemand. Insbesondere für die Lehrpersonen ist es eine Zumutung, den ganzen Tag mit Masken zu unterrichten. Ob diese im vollen Schulzimmer wirklich so viel nützen, das lässt sich bezweifeln.

Aber immer noch besser eine Maskenpflicht als das aktuelle Quarantäne-Chaos. Über dieses Stadium sollten wir eigentlich längst hinweg sein, jetzt, wo wir genügend Impfstoff haben. Die Quarantäne schadet nicht nur dem schulischen Fortschritt der Kinder, sondern auch ihrer persönlichen Entwicklung. Und sie treibt die Eltern an den Rand des Wahnsinns.

Man muss sich vor Augen halten, dass wir diesen ganzen Aufwand nicht wegen der Kinder betreiben. Früher oder später wird jedes Kind mit Corona infiziert werden, und das ist in den allermeisten Fällen auch nicht schlimm. Die Massnahmen dienen dazu, die Ausbreitung des Virus in der Gesamtbevölkerung zu bremsen, damit möglichst wenige ungeimpfte Erwachsene ins Spital kommen.

Noch besser wäre eine konsequente Teststrategie. Regelmässig zu testen und nur die Infizierten nach Hause zu schicken, wäre für die Schulen ein Mehraufwand. Es wäre aber einer, mit dem man dem gewünschten Zustand am nächsten käme, nämlich einem möglichst normalen Schulbetrieb.

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