Marcel Wehrlin schreibt fortan die Polizeinews

Zeitgleich mit dem Umzug der Ausserrhoder Kantonspolizei von Trogen ins umgebaute Zeughaus in Herisau hat der 42jährige Marcel Wehrlin vor Jahresfrist nebst weiteren Aufgaben die Leitung des Mediendienstes übernommen. Seit gut zwei Monaten ist er nun im Einsatz.

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Marcel Wehrlin, neuer Mediensprecher der Kapo AR, arbeitete zuvor zehn Jahre lang als Kriminaltechniker. (Bild: Martina Basista)

Marcel Wehrlin, neuer Mediensprecher der Kapo AR, arbeitete zuvor zehn Jahre lang als Kriminaltechniker. (Bild: Martina Basista)

Zeitgleich mit dem Umzug der Ausserrhoder Kantonspolizei von Trogen ins umgebaute Zeughaus in Herisau hat der 42jährige Marcel Wehrlin vor Jahresfrist nebst weiteren Aufgaben die Leitung des Mediendienstes übernommen. Seit gut zwei Monaten ist er nun im Einsatz.

«Einige Möbel fehlen noch», sagt Wehrlin, der überdies erzählt, mit seinem jetzt für die Jagdverwaltung zuständigen Vorgänger Willi Moesch beim Packen in Trogen sämtliches Material gesichtet und sortiert zu haben. «Was nicht mehr benötigt wurde, wanderte ins Archiv der Kantonspolizei.»

Vorgänger nicht kopieren

Mit der Nachfolge von Moesch hat Marcel Wehrlin ein grosses Erbe angetreten. Moesch wurde von den Journalisten geschätzt und pflegte einen unkomplizierten Umgang. «Ich will und ich kann meinen Vorgänger nicht kopieren», sagt der für seine neue Aufgabe zum Stabsadjutanten ernannte Marcel Wehrlin. Sein Ziel sei es, als Medienschaffender der Polizei menschlich herüberzukommen und die Polizei mit allen Möglichkeiten und Grenzen bürgernah zu vertreten. Zu den Grenzen zählt Wehrlin, dass seitens der Polizei nicht immer über alle Details informiert werden könne. Opferschutz und Täterschutz müssten stets gewährleistet sein.

Marcel Wehrlin ist verheiratet und Vater von drei Kindern. 1994 trat er ins Korps der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden ein und arbeitete nach der Polizeischule auf dem Polizeiposten Teufen und bei der Verkehrspolizei in Trogen. Die vergangenen zehn Jahre war er als Kriminaltechniker beim kriminaltechnischen Dienst der Kantonspolizei tätig. Das sei zwar eine spannende, aber nicht immer einfache Aufgabe, blickt Wehrlin zurück. Oftmals bekäme man in dieser Funktion «wüste Sachen» zu Gesicht.

Das alles ist nun Vergangenheit. Zu seinen künftigen Aufgaben gehört das Verfassen von Unfall- oder Einbruchsmeldungen. Zudem ist er als Leiter des polizeilichen Mediendienstes auch für Führungen zuständig, und er überarbeitet derzeit mit den anderen Mediensprechern das Informationskonzept.

Mehrfach zeigt sich im Gespräch mit Wehrlin, dass es auch noch einige offene Punkte bezüglich seiner Arbeit gibt. Dies hängt mit internen Aufgabenentflechtungen und notwendigen Umstrukturierungen zusammen.

Internen Medienkurs absolviert

Um die Medienarbeit jederzeit sicherzustellen, wird Wehrlin im Alltag von den zwei Mediensprechern Ueli Frischknecht und Hanspeter Saxer unterstützt. Für alle drei ist die Medienarbeit nur ein Teil ihrer Polizeiaufgaben. Marcel Wehrlin verantwortet danebst auch noch die Kapo-Finanzen und das Kurswesen. Für den Schritt zum Stabsadjutanten habe er sich wegen der spannenden und vielseitigen Kombination von Sachbearbeitungs- und Kommunikationsaufgaben entschieden. «Um dafür gerüstet zu sein, habe ich einmal einen polizeiinternen, mehrtägigen Medienkurs besucht, bei dem unter anderem auch Kamerainterviews trainiert wurden.»

Auch abseits der Polizeiarbeit wird es Marcel Wehrlin nicht schnell langweilig. Er sitzt an seinem Wohnort in Schönengrund im Schulrat, engagiert sich im Turn- und Loipenverein und ist leidenschaftlicher Biker und Skifahrer. In Schönengrund findet er überdies seine ehrlichsten Kritiker: Seine drei Kinder würden ihm jeweils sagen, wie sie den Papa erlebt hätten, wenn er als Mediensprecher im Fernsehen zu sehen war. Roger Fuchs