Mann befriedigt sich im Zug - verhaftet

SARGANS. Die Kantonspolizei hat einen 48-jährigen Mann verhaftet, der in einem Zug vor Minderjährigen onaniert haben soll. Auf die Schliche kam sie ihm dank der Beschreibung der Jugendlichen.

Daniel Walt
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Der 48-jährige Schweizer wurde beim Bahnhof Sargans verhaftet. (Bild: Archiv/Keystone)

Der 48-jährige Schweizer wurde beim Bahnhof Sargans verhaftet. (Bild: Archiv/Keystone)

Diese Zugfahrt dürften eine Teenagerin und ein Teenager so schnell nicht vergessen: Sie waren vor einiger Zeit in einem Zug im Sarganserland unterwegs, als sich ein Mann in ihre Nähe setzte und zu masturbieren begann. Am Freitagnachmittag konnte die Kantonspolizei den mutmasslichen Täter nun beim Bahnhof Sargans verhaften.

Beschreibung passte
«Aufgrund der Anzeige der beiden Jugendlichen lösten wir Fahndungsmassnahmen aus und führten verstärkt Kontrollen in Zügen durch», sagt Hans Peter Eugster, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Der Aufwand zahlte sich aus, als die Polizei nun einen 48-jährigen Mann beim Bahnhof Sargans kontrollierte. Weil die Beschreibung der Jugendlichen auf ihn und seine Kleidung passte, wurde er verhaftet.

Gewöhnliche Kleider
Der im Kanton St.Gallen wohnhafte Schweizer leistete laut Hans Peter Eugster keinen Widerstand und versuchte auch nicht zu fliehen. Bei der Tat, die er begangen haben soll, trug er nicht etwa einen Mantel, sondern gewöhnliche Kleider. «Er sprach die Jugendlichen nicht an, setzte sich aber in deren unmittelbare Umgebung, so dass er damit rechnen musste, dass sie ihn bei seinem Tun sahen», so Eugster. Das Mädchen und der Bub hätten sich in der Folge vom Mann entfernt.

Weitere Abklärungen
Ist es denkbar, dass der 48-Jährige mehrfach in Zügen onaniert hat? «Bisher gibt es einen Fall, der auf den Mann als Täter hindeutet», sagt Hans Peter Eugster. Es erfolgten immer wieder mal Anzeigen wegen Männern, die sich in der Öffentlichkeit befriedigten. Ob der Verhaftete für weitere Fälle, möglicherweise auch in anderen Kantonen, in Frage kommt, wird nun abgeklärt. Wer in den vergangenen Wochen diesbezügliche Feststellungen gemacht hat, wird gebeten, sich beim Polizeistützpunkt Mels, Telefon 058-229-78-00, zu melden.