Mafia-Zelle: Bald sind alle wieder frei

FRAUENFELD. Im Thurgau sitzen nur noch zwei mutmassliche 'Ndrangheta-Mitglieder in Auslieferungshaft. «Auch sie werden bald freigelassen», sagt Folco Galli, Informationschef des Bundesamtes für Justiz. Die Männer hätten die nötigen Vereinbarungen schon unterzeichnet.

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FRAUENFELD. Im Thurgau sitzen nur noch zwei mutmassliche 'Ndrangheta-Mitglieder in Auslieferungshaft. «Auch sie werden bald freigelassen», sagt Folco Galli, Informationschef des Bundesamtes für Justiz. Die Männer hätten die nötigen Vereinbarungen schon unterzeichnet.

Dabei geht es um die Kaution, die Abgabe von Ausweisen und die Meldepflicht bei der Polizei. Am Montag hatte das Bundesamt für Justiz fünf Verhaftete auf freien Fuss gesetzt. Sechs weitere sind bereits am Freitag aus der Auslieferungshaft freigelassen worden. Damit dürfen alle 13 mutmasslichen Mitglieder der Frauenfelder Mafia-Zelle daheim auf ihre Auslieferung nach Italien warten. Die Männer waren vor einer Woche verhaftet worden. Die italienischen Justizbehörden haben Gesuche auf Auslieferung gestellt. Sie werfen den Männern vor, einer kriminellen Vereinigung anzugehören. In der Schweiz seien keine weiteren derartigen Straftaten bekannt, sagt Galli. Dass die Verhafteten nicht gleichzeitig freigelassen wurden, hänge vor allem mit der Kaution zusammen. «Es hat unterschiedlich lange gedauert, bis ein Kautionsbetrag ausgehandelt und dieser dann auch einbezahlt war», erklärt Galli. Über die Höhe der Kaution macht das Bundesamt für Justiz keine Angaben.

Da die Verdächtigen mit ihrer Auslieferung nicht einverstanden sind, muss das Bundesamt für Justiz über die Auslieferung entscheiden. Wenn sie sich weiter widersetzen, werde es ein paar Monate dauern, bis ein Entscheid gefällt ist. Falls die Männer sämtliche Rechtsmittel ausschöpfen kann das Prozedere laut Galli ein halbes Jahr oder länger dauern. (san)