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Mafia-Schwerpunkt Bodensee

Die 'Ndrangheta-Zelle in Frauenfeld ist wohl kein Einzelfall. Für das Stuttgarter Landeskriminalamt ist der Bodensee ein «Schwerpunkt» der kalabrischen Mafia-Organisation.
Kaspar Enz/David Scarano
Marlon Brando in «Der Pate»: In echt hat sich die Mafia rund um den Bodensee niedergelassen. (Bild: Keystone/Paramount Pictures)

Marlon Brando in «Der Pate»: In echt hat sich die Mafia rund um den Bodensee niedergelassen. (Bild: Keystone/Paramount Pictures)

Der 'Ndrangheta-Ableger in Frauenfeld beschäftigt seit Tagen die Öffentlichkeit. Die Bundespolizei (Fedpol) schätzt die kalabrische Mafia als zahlenmässig stärkste kriminelle italienische Organisation in der Schweiz ein. Sie verdient laut dem letzten Jahresbericht der Fedpol nur rund einen Viertel ihrer Einnahmen in der Heimregion, der Rest stammt aus Norditalien und dem Ausland.

Die Fedpol schliesst nicht aus, dass es rund um den Bodensee weitere Ableger der kalabrischen Mafia gebe. Grenzregionen seien für die Organisation wichtig. Im Fedpol-Jahresbericht heisst es dazu, dass Mafiaclans, die in der Nähe zur Grenze Fuss gefasst haben, ihren Wirkungsbereich seit Jahren in die Schweiz ausbauen würden.

«Die Bodenseeregion ist ein Schwerpunkt der 'Ndrangheta», hält auch Sigurd Jäger, Inspektionsleiter Organisierte Kriminalität beim Landeskriminalamt (LKA) in Stuttgart, gegenüber der Ostschweiz am Sonntag fest. Das sei historisch gewachsen. «Hat sich eine Zelle einmal niedergelassen, siedeln sich weitere Mitglieder rundherum an.»

Die italienischen Organisationen sind aber nicht die einzigen kriminellen Organisationen, die in der Schweiz aktiv sind. Für bedeutend hält Fedpol insbesondere ethnisch-albanische Organisationen. Die dritte wichtige Gruppe krimineller Organisationen stammt aus Russland und anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 31. August.

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