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MÄRSTETTEN: Büez mit Helm und Sturmmütze

Die Mitarbeiter der Kibag AG arbeiten trotz eisigen Temperaturen auf ihren Baustellen. Sie dürfen zusätzliche Pausen machen und sich mit warmen Getränken in der geheizten Baracke aufwärmen.
Isabella Gomez
Ein Bauarbeiter kümmert sich gut eingepackt um eine Verschallung auf der Baustelle in Märstetten. (Bild: Mario Testa)

Ein Bauarbeiter kümmert sich gut eingepackt um eine Verschallung auf der Baustelle in Märstetten. (Bild: Mario Testa)

Laut einer Recherche des Tagblatts haben die meisten Bauarbeiter in der Ostschweiz kältefrei. Aber eben nicht alle. Trotz Temperaturen bis zu minus zehn Grad arbeitet die Kibag Gruppe in Märstetten an einem Dienstleistungs- und Auslieferungslager für Holzwerkstoffe für die Firma Kuratle & Jaecker. Normalerweise fangen die Arbeiten im Februar an, wenn es möglich ist, beginnt die Kibag schon im Januar damit. Dafür dürfen die Arbeiter an kalten Tagen wie am Montag freimachen. «Die Mitarbeitende werden immer gefragt und können sagen, wenn es für sie zu kalt ist um zu arbeiten», sagt Bauführer Fabian Blumenthal. Man müsse zwar auch auf den Kunden schauen, genug Leute kämen aber immer. «Sie können auch kommen um etwas fertigzumachen und danach wieder nach Hause gehen», sagt Geschäftsführer Philipp Althaus.

Die Pausen schweissen die Arbeiter zusammen

Durch die eisigen Temperaturen wird die Arbeit auf der Baustelle erschwert. «Die Leistung ist nicht gleich wie sonst», sagt Baupolier der Kibag Lukas Benitez. Doch wenn er zwischen minus zehn Grad und über 30 Grad entscheiden müsste, würde er die Kälte bevorzugen. «Im Winter kann man sich wenigstens warm anziehen», sagt er. Vom Arbeitgeber bekommen alle Wärmeunterwäsche, Jacken, Hosen und spezielle Helmkappen. Obwohl die Arbeiter gut ausgestattet sind, können nicht alle Arbeiten erledigt werden. «Bei dieser Kälte können wir eigentlich nur Kanalarbeiten und Vorbereitungsarbeiten machen», sagt Althaus. Mit den Maschinen gebe es aber keine Probleme.

Wenn es so kalt ist wie gestern, werden zusätzliche Pausen auf allen Baustellen gemacht. Damit sich die Arbeiter aufwärmen können, stehen in den geheizten Baracken warme Getränke parat. «Die Pausen in den Baracken schweissen uns zusammen, es ist wie Après-Ski ohne Alkohol», sagt Fabian Blumenthal.

Einige Baugeschäfte in der Ostschweiz haben die Arbeit wegen der kalten Temperaturen dennoch ganz eingestellt. Mehr dazu lesen Sie hier.

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