MÄNNERSCHWARM: «Ab ins Abenteuer»

Eli Simic aus Degersheim ist die Bachelorette in der gleichnamigen Fernsehserie. Verlieben könne man sich nur, wenn man es nicht krampfhaft versuche, sagt sie. Bei ihr hat es geklappt.

Johannes Wey
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Johannes Wey

johannes.wey@tagblatt.ch

Ab dem 24. April kann das Fernsehpublikum auf 3+ der Degersheimer «Bachelorette» Eli Simic bei der Suche nach ihrem Traummann zuschauen. Die 28-Jährige hat bislang vor allem mit ihrem Weltrekord im Schnell-Umziehen, dem Quick-Changing, von sich reden gemacht.

Kurz nachdem Sie als Bachelorette präsentiert wurden, ging in den Online- und sozialen Medien bereits eine Polemik über Ihren Ostschweizer Dialekt los. Hat Sie das genervt?

Nein, ich habe mit solchen Sprüchen gerechnet, aber darüber kann ich lachen. Ich stehe absolut zu meinem Dialekt und würde ihn für nichts hergeben. Ich hoffe, dass er durch die Sendung noch sexyer wird.

Haben Sie sich für die Rolle als Bacholerette beworben?

Ich wurde dafür angefragt. Rafael Beutl, der Bachelor 2014, ist ein Bekannter von mir. Er hat mich empfohlen.

Mussten Sie lange überlegen, als die Anfrage kam?

Ich habe mir das natürlich lange durch den Kopf gehen lassen und mit meinem Umfeld besprochen. Dann habe ich mir aber gesagt: «Ab ins Abenteuer, das ist eine einmalige Chance.»

Wovor haben Sie sich gefürchtet?

Angst hatte ich keine. Die Frage war eher, ob das zeitlich passt mit meinem Job als Illusionistin und Artistin. Natürlich habe ich mich auch gefragt, was diese Medienpräsenz auslöst und wie mich die Serie weiterbringen kann.

Dann erhofften Sie sich in erster Linie Vorteile für Ihre Karriere als Künstlerin?

Nicht in erster Linie weiterbringen im beruflichen Leben, sondern als Mensch. Man lernt sich in einer so ungewöhnlichen Situation besser kennen – und dazu 21 Männer, darunter viele, mit denen man im Alltag kaum nähere Bekanntschaft geschlossen hätte. Wenn meine Rolle als Bachelorette auch beruflich neue Türen öffnet, ist das natürlich umso besser. Aber das Abenteuer, jemanden kennen zu lernen, mit dem es vielleicht sogar passt, war ausschlaggebend.

Reisten Sie wirklich zum Dreh mit dem vorrangigen Ziel, den Mann fürs Leben zu finden?

Eigentlich hatte ich überhaupt kein Ziel. Ich stieg ins Flugzeug mit der Vorstellung, zu geniessen, was immer sich ergibt. Sich krampfhaft verlieben zu wollen, funktioniert ja nicht. Je unverkrampfter man ist, umso einfacher geht’s.

Wie hat Ihr Umfeld auf die Nachricht reagiert?

Am Donnerstag haben mich natürlich unzählige Nachrichten erreicht. Meine Eltern und mein engstes Umfeld wissen schon länger, dass ich die Bachelorette bin, und können die Sendung kaum erwarten.

Auch wenn man aus den bisherigen Staffeln weiss, dass es in der Serie auch zu Zärtlichkeiten kommt?

Darüber haben sie sich vermutlich noch gar keine Gedanken gemacht. Wenn die Szenen ausgestrahlt werden, dürfte das ein komischer Momentwerden. Aber wenn es zwischen zwei Menschen funkt, ist das doch toll und man muss sich sicher nicht dafür schämen.

Sind Momente wie der erste Kuss nicht zu intim, um sie vor der Kamera zu erleben?

Natürlich küsst es sich anders, wenn eine Kamera dabei ist. Aber irgendwann rückt sie in den Hintergrund. Je interessanter das Gegenüber ist, je mehr.

Und das hat wirklich funktioniert?

Definitiv. Es hat gefunkt und die Schmetterlinge sind momentan sehr aktiv.

Dürfen Sie und Ihr neuer Freund sich nun überhaupt treffen, bis das Geheimnis im Fernsehen gelüftet wird?

Das wird sicher eine schwierige Zeit. Wir müssen unsere Beziehung gewissermassen under cover führen. Man wird uns bestimmt nicht zusammen im Café sitzen sehen.

Weshalb hatten Sie bislang in Ihrem Liebesleben kein Glück?

Ich bin durch meinen Beruf viel unterwegs, da ist es schwierig, etwas aufzubauen. Es hat sich einfach nichts ergeben. Deshalb war die Sendung umso interessanter. Man verbringt Zeit mit Männern, die auf den ersten Blick nicht in Frage kommen würden.

Ihre Vorgängerinnen aus den ersten beiden Staffeln zeigen, dass die Bachelorette in der Sendung nicht unbedingt glücklich wird.

Das schüchtert mich nicht ein, die Beziehung kann klappen oder nicht. Wir machen uns keinen Stress, aber ich hoffe natürlich sehr, dass es hält.

Zieht Ihr Neuer schon bald in die Ostschweiz? Oder verlassen Sie die Heimat?

So weit sind wir noch nicht, das wird die Zeit zeigen. Wir lernen uns schliesslich gerade erst kennen.

Sie sind Zaubererin, bekannt sind Sie aber vor allem durch Ihren Weltrekord, in zwei Minuten 18 Mal das Outfit zu wechseln. Ziehen Sie sich wirklich hauptberuflich um?

Das Quick-Changing ist eine Nummer, die ich mit meiner Partnerin weltweit aufführe. Wenn ich zu Hause bin, arbeite ich als Illusionistin und Event-Organisatorin in der Dreamfactory in Degersheim. Aber das war früher mein Hobby und fühlt sich auch heute nicht wie Arbeit an.

Fühlte sich denn der Dreh als Bachelorette wie Arbeit an?

Überhaupt nicht. Mit so spannenden Erlebnissen vor so schönen Kulissen hatte das trotz langer, strenger Tage überhaupt nichts mit Arbeit zu tun.