Mädchenleiche von Staad identifiziert

STAAD. Bei dem am 4. August gefundenen Leichnam in einem Keller in Staad handelt es sich laut der St.Galler Staatsanwaltschaft um die leibliche Tochter der inhaftierten 32-jährigen Deutschen und des inhaftierten 52-jährigen Schweizers.

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Im Keller dieses Hauses wurde die Mädchenleiche entdeckt. (Bild: Urs Bucher)

Im Keller dieses Hauses wurde die Mädchenleiche entdeckt. (Bild: Urs Bucher)

Die DNA-Untersuchung der St.Galler Rechtsmedizin bringt Gewissheit: Bei der Mädchenleiche, welche die Kantonspolizei St.Gallen bei einer Hausdurchsuchung entdeckt hat, handelt es sich um die Tochter der inhaftierten Eltern. Dies teilt die Staatsanwaltschaft St.Gallen mit.

Ausgangspunkt der Ermittlungen der Kantonspolizei St.Gallen war, dass die Kinder- und Erwachsenschutzbehörde (KESB) Rorschach bei der Staatsanwaltschaft St.Gallen eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Verletzung von Fürsorge- und Erziehungspflichten erstattete. Dies, weil im Rahmen einer Abklärung der häuslichen Verhältnisse der Aufenthaltsort eines der Kinder nicht bestimmt werden konnte.

Im Keller dieses Einfamilienhauses hat die Polizei das tote Mädchen entdeckt. (Bild: Urs Bucher)
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Der Eingang zum Haus - ein Plastiksack mit Bierdosen hängt an der Tür. (Bild: Urs Bucher)
An der Haustür befindet sich ein Aufkleber der Hells Angels... (Bild: Urs Bucher)
... und ein Schild mit der Aufschrift: "Gott sieht alles, unser Nachbar sieht mehr!" (Bild: Urs Bucher)
Der Eingang zum Haus. (Bild: Urs Bucher)
Die Leiche hatte die Polizei bereits am Dienstag entdeckt. (Bild: Urs Bucher)
Publik machte sie den Fund allerdings erst am Donnerstag. (Bild: Urs Bucher)
Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus. (Bild: Urs Bucher)
Blick von der anderen Seite. (Bild: Urs Bucher)
Die Haustüre wurde von der Kantonspolizei versiegelt. (Bild: Urs Bucher)
Die Ermittlungen laufen. (Bild: Urs Bucher)
Die Kantonspolizei St.Gallen sucht in der Nachbarschaft nach Zeugen und Informationen. (Bild: Urs Bucher)
Die Todesursache des Mädchens ist noch unklar. (Bild: Urs Bucher)
Der Zustand der Leiche erlaube keine Identifikation, teilt die Polizei mit. (Bild: Urs Bucher)
Die Mutter befindet sich in Haft, der Vater wurde fürsorglich in der Psychiatrie untergebracht. (Bild: Urs Bucher)
Beide werden verdächtigt, ihre Tochter getötet zu haben. (Bild: Urs Bucher)

Im Keller dieses Einfamilienhauses hat die Polizei das tote Mädchen entdeckt. (Bild: Urs Bucher)

Die Staatsanwaltschaft St.Gallen beauftragte die Kantonspolizei mit den Ermittlungen. Bei einer Hausdurchsuchung wurde in der Folge vor einer Woche eine Kinderleiche im Keller entdeckt. Obwohl der Zustand der Kinderleiche eine sofortige Identifikation nicht zuliess, ging die Polizei davon aus, dass es sich um das gesuchte Mädchen handelte. Schon damals teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass sie von einem Tötungsdelikt ausgehe.

Nach dem Leichenfund wurden die Eltern in Untersuchungshaft genommen. Der Vater wurde vom Amtsarzt als nicht hafterstehungsfähig eingeschätzt, das heisst, sein Gesundheitszustand lässt eine normale Untersuchungshaft nicht zu. Deshalb wurde der 52-Jährige in die Psychiatrie eingewiesen, wo er vorerst verbleibt.

Laut Roman Dobler, Mediensprecher der St.Galler Staatsanwaltschaft, läuft die Strafuntersuchung weiterhin. Die Beschuldigten konnten bereits befragt werden, sagt er. Zum Inhalt konnte Dobler aber aus Rücksicht auf das laufende Verfahren keine Stellung nehmen. Auch zur Todesursache oder zum Todeszeitpunkt des kleinen Mädchens gab er keine Auskunft. (sda/jar)