Luzerner Fans mitten im Heimpublikum

Anhänger des FC Luzern mischten sich am Sonntag unter die Zuschauer auf der Gegentribüne. Nach einer halben Stunde wurden sie von den Sicherheitskräften in den Gastsektor gewiesen.

David Gadze
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Luzerner Fans im Sektor C: Sie wurden in den Gastsektor gewiesen. (Bild: Urs Jaudas)

Luzerner Fans im Sektor C: Sie wurden in den Gastsektor gewiesen. (Bild: Urs Jaudas)

So etwas hat es in der AFG Arena noch nie gegeben: Beim Heimspiel des FC St.Gallen gegen den FC Luzern mischte sich eine Gruppe von etwa 40 Luzerner Fans mitten unter die Zuschauer auf der Gegentribüne. Auf Höhe der Mittellinie feuerten sie ihre Mannschaft im Stehen an – sehr zum Ärger jener Zuschauer, die in unmittelbarer Nähe sassen. „Wir haben die Luzerner über die Lautsprecheranlage aufgefordert, sich entweder auf ihre Plätze zu setzen oder in den Gastsektor zu gehen“, sagt Daniel Last, Mediensprecher des FC St.Gallen, der bei Heimspielen für die Sicherheit innerhalb des Stadions zuständig ist.

Sicherheitskräfte greifen ein
Die Luzerner Anhänger kamen dieser Aufforderung jedoch nur kurz nach. Aus diesem Grund seien sie nach rund einer halben Stunde „freundlich, aber bestimmt“ von den privaten Sicherheitskräften und der Polizei aufgefordert worden, die Gegentribüne zu verlassen. Anschliessend seien sie in den Gastsektor gebracht worden, sagt Last. „Die Aktion ist friedlich und ohne Probleme über die Bühne gegangen.“
Die Frage, ob die Polizei eingeschritten wäre, wenn sich die Luzerner Fangruppe geweigert hätte, die Gegentribüne freiwillig zu verlassen, sei hypothetisch. „In solchen Situationen müssen wir aber auf alle Eventualitäten gefasst sein.“ Es seien jedenfalls noch mehr Einsatzkräfte in der Nähe gewesen.

Verkauf nicht kontrollierbar
Dass Anhänger der gegnerischen Mannschaft von ausserhalb des Gastsektors das Spiel verfolgen, kommt regelmässig vor. In solchen Fällen sitzen sie in der Regel neben den Fans am Rand der Sektoren B und C. Dass sie sich unter das Heimpublikum mischen, ist ein Novum. „Wir können das aber nicht verhindern“, sagt Last. Über den Online-Verkauf könne nicht kontrolliert werden, woher die Käufer der Tickets kommen.
Vor und nach dem Spiel sei es zu keinen Zwischenfällen gekommen, sagt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei. Auch die An- und Abreise der Luzerner Fans sei ohne Probleme abgelaufen.

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