LUFTVERKEHR: Köln-Flüge ohne Denim Air

Die niederländische Denim Air kann die Strecke Altenrhein–Köln nicht mehr bedienen. Helvetic Airways springt ein.

Adrian Vögele
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Seit knapp vier Wochen bietet die People’s Viennaline die Flugverbindung Altenrhein–Friedrichs­hafen–Köln an. Um diese Linie nebst den täglichen Flügen nach Wien selber bedienen zu können, hat die Airline ein zweites Flugzeug beschafft. Es wird derzeit in Wien umgerüstet und soll den Dienst im nächsten Februar aufnehmen. Bis dahin sollte gemäss Ankündigung die niederländische Denim Air die Flüge nach Köln übernehmen. Diese Kooperation funktioniert aber nicht wie gewünscht. Bereits Anfang November fiel das gebuchte Flugzeug von Denim Air für den Betrieb bei der Viennaline aus, weil es länger in der Wartung bleiben musste als vorgesehen. Eine Maschine von Helvetic Airways sprang ein. Später nahm Denim Air die Linienflüge ab Altenrhein wie geplant auf. Doch damit ist es bereits wieder vorbei: Die niederländischen Behörden haben der Fluggesellschaft die Betriebserlaubnis entzogen, wie das österreichische Branchenmagazin «Austrian Wings» berichtet. Dieser «Entzug» stelle die People’s Viennaline vor Probleme. Die Airline hoffe nun, ihren zweiten eigenen Jet früher als geplant einsetzen zu können.

«Helvetic kostet für uns gleich viel»

In Altenrhein klingt es etwas anders. Zwar bestätigt Daniel Steffen, CEO der People’s Air Group, dass die Denim Air nicht mehr zur Verfügung steht. Vermutlich habe der Verlust der Betriebserlaubnis finanzielle Gründe. «Für uns ist das aber kein grosses Drama.» Der Flugbetrieb bei People’s laufe normal weiter – anstelle von Denim Air sei nun Helvetic Airways bis Anfang Februar ab Altenrhein im Einsatz. «Solche kurzfristigen Wechsel sind in der Luftfahrtbranche völlig normal», sagt Steffen.

Während Denim Air für People’s mit einer Embraer 145 mit 50 Plätzen unterwegs war, fliegt Helvetic mit einer Embraer 190, die mehr als doppelt so viel Platz bietet. Was bedeutet das finanziell? «Die Lösung mit Helvetic Airways kostet für uns unter dem Strich gleich viel, obwohl die Maschine grösser ist», sagt Steffen. Ein Vorteil von Helvetic sei, dass die Fluggesellschaft in der Schweiz stationiert sei.

Die Flüge Altenrhein–Friedrichshafen-Köln werden gemäss Steffen rege gebucht. «Das Passagieraufkommen liegt über unseren Erwartungen – sowohl ab Altenrhein wie auch ab Friedrichshafen.»

adrian.vögele@tagblatt.ch