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LOTTERIEFONDS: St.Gallen und Thurgau bekommen über eine Million weniger

Nach einem umstrittenen Beschluss zugunsten des Spitzensports erhalten die Kantone ab 2017 weniger Mittel aus dem Gewinn von Swisslos für ihre Lotteriefonds. Dem Kanton St. Gallen entgehen rund 700'000 Franken, dem Thurgau um die 450'000 Franken.
Die Projekte, die vom Lotteriefonds profitieren, sind zahlreich. So auch die Ostschweizer Schultheatertage, hier in Weinfelden. (Bild: Reto Martin)

Die Projekte, die vom Lotteriefonds profitieren, sind zahlreich. So auch die Ostschweizer Schultheatertage, hier in Weinfelden. (Bild: Reto Martin)

Es war im April 2016 ein Mehrheitsbeschluss der Kantone − unter anderem gegen den Widerstand St.Gallens: Swiss Olympics − und damit der Spitzensport − soll bis 2019 mit jährlich zusätzlichen 15 Mio. Franken unterstützt werden.

Verteilt wurden im April allerdings keine Steuergelder, sondern Mittel aus dem Gewinn von Swisslos. Dieser Ertrag wird jeweils nach einem bestimmten Schlüssel an die Kantone verteilt. Sie unterstützen damit den Breitensport und sprechen Beiträge an kulturelle oder gemeinnützige Vorhaben.

Der Entscheid vom April 2016 hat zur Folge, dass vorläufig bis 2019 jährlich insgesamt 15 Mio. Franken weniger ausgeschüttet werden können − unabhängig davon, wie hoch der Gewinn von Swisslos tatsächlich ausfällt. Für den Kanton St. Gallen wirkt sich die ausgebaute Förderung des Spitzensports anteilsmässig mit einem Minus von rund 700'000 Franken aus, den Kanton Thurgau trifft es mit etwa 450'000 Franken.

Weniger Mittel für Beiträge

Wer hat das Nachsehen? In den Kantonen werden die Swisslos-Mittel nach verschiedenen Methoden verteilt. Im Kanton St. Gallen gehen jeweils 20 Prozent der Swisslos-Gelder an den Sportfonds und 80 Prozent in den Lotteriefonds. Dieser Kostenteiler werde auch auf den reduzierten Gewinn angewendet, erklärte Ursula Badrutt, Leiterin der Kulturförderung, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. «Wenn weniger Geld vorhanden ist, wirkt sich dies auf die Vergabe von Beiträgen aus», stellte sie fest.

Ähnlich funktioniert die Verteilung im Kanton Thurgau: 19 Prozent sind für den Sport reserviert, 81 Prozent fliessen in Kultur-, Natur− oder gemeinnützige Projekte. Jede Reduktion betreffe alle vier Bereiche, betonte Peter Bär, Leiter des Sportamts.

Eher hoher Gewinn erwartet

In Appenzell Ausserrhoden hat man nicht berechnet, um wie viel sich der reduzierte Gewinn von Swisslos auf den Kanton auswirkt. Joe Müggler, Departementssekretär Finanzen, erinnert daran, dass die genauen Zahlen von Swisslos jeweils erst Ende April bekanntgegeben werden und dass ein eher hoher Gewinn erwartet werde.

In Ausserrhoden fliessen die Mittel zuerst in den kantonalen Lotteriefonds. Vor dort aus gehen 50 Prozent an den kantonalen Kulturfonds. Je 25 Prozent sind für den Sport sowie für gemeinnützige Projekte reserviert.
Die Kantone wollen den Ausbau der Spitzensportförderung nach drei Jahren nochmals überprüfen. Eine Fortsetzung soll davon abhängig gemacht werden, ob sich der Bund in gleicher Höhe beteiligt und ebenfalls zusätzliche 15 Mio. Franken beisteuert. Entsprechende Vorstösse wurden inzwischen gutgeheissen. (sda)

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