Lob für Tempo und Eleganz

«Passion Cirque» heisst das neue Programm des Circus Knie. Es kommt mit viel Tempo daher, die Artisten leisten Erstaunliches. Und das Premierenpublikum war beeindruckt.

Rolf App
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Viktor Giacobbo (Bild: ky)

Viktor Giacobbo (Bild: ky)

RAPPERSWIL. Viktor Giacobbo hat eine Prachtslaune. «Dieses Programm ist jung, schnell und schön», sagt der Kabarettist und Schauspieler, der 2006 selber mit dem Circus Knie unterwegs war. Am späten Donnerstagabend lobt er das neue Programm «Passion Cirque» in den höchsten Tönen. Die Pferdenummern («da werde ich immer ein wenig emotional»), die Brüder Errani («die so viel Italianità in das Programm bringen»), den diesjährigen Komiker Michel Gammenthaler, und, nach der schönsten Nummer gefragt, Valérie Inertie mit ihrem grossen Rad.

Zentimetergenaue Elefanten

Sogar ein Tiermensch wie Alex Rübel nennt an erster Stelle die Kanadierin, die ihre schwierige Nummer mit so viel Eleganz bewältigt. Dann, natürlich, kommen für den Direktor des Zürcher Zoos die Pferde. Und die Elefanten. «Ich staune, wie zentimetergenau sie ihre Nummer absolvieren.»

Seit 1977 hat Hans Ulrich Stöckling nur eine Knie-Premiere verpasst. Der ehemalige St. Galler Regierungsrat hat «ein paar sehr gute Nummern gesehen». Er nennt Valérie Inertie und eine der Pferdenummern, die «Ungarische Post». Und fügt bei: «Michel Gammenthaler muss noch drauflegen.» In diese Richtung geht auch das Urteil von Urs Weishaupt. Der Informationschef der Stadt St. Gallen ist ein grosser Liebhaber des Circus Knie. Sein Urteil «sensationell» hat deshalb Gewicht. «Es steckt viel Power in diesem Programm» sagt er. «Manche Pferdenummern sind so komplex, dass man sie kommentieren müsste.» Zu Michel Gammenthaler sagt er nur dies: «Er stört nicht.»

«Ein Stück Schweiz»

Der St. Galler Regierungsrat Beni Würth äussert sich da ungleich positiver. Er kennt Gammenthaler von anderen Auftritten und sagt: «Er wird das schaffen.» Das Programm lobt er als «sehr frisch und jung», geradezu die Quintessenz stelle Valérie Inertie dar mit ihrer Nummer voller Leidenschaft, Akrobatik und Ausstrahlung. Emotionen wecken: Das ist für Nationalratspräsident Hansjörg Walter eine der Stärken des Zirkus. «Dem <Knie> ist das gelungen», sagt er.

In SBB-Chef Andreas Meyer schliesslich weckt der Zirkus Kindheitsgefühle. Leosvel und Diosmani mit ihrem Kraftakt am Vertikalmast haben ihm sehr imponiert. Doch sei «der Knie» mehr als Spektakel. Nämlich «ein Stück Schweiz – wie die SBB».

Andreas Meyer (Bild: ky)

Andreas Meyer (Bild: ky)

Hansjörg Walter (Bild: Nana do Carmo)

Hansjörg Walter (Bild: Nana do Carmo)

Beni Würth (Bild: Michel Canonica)

Beni Würth (Bild: Michel Canonica)