Liechtenstein soll nicht ohne Wirtschaftsforschung bleiben

VADUZ. Die Erholung der liechtensteinischen Wirtschaft setze sich 2014 fort, prognostizierte die Konjunkturforschungsstelle Liechtenstein beim jährlichen Ausblick. Die Prognose bestätigte sich, denn die Banken weisen Vermögenszuflüsse aus und die Exportindustrie konnte zulegen.

Günther Meier
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VADUZ. Die Erholung der liechtensteinischen Wirtschaft setze sich 2014 fort, prognostizierte die Konjunkturforschungsstelle Liechtenstein beim jährlichen Ausblick. Die Prognose bestätigte sich, denn die Banken weisen Vermögenszuflüsse aus und die Exportindustrie konnte zulegen. Den KOFL Konjunkturbericht hatte noch die Auszeichnung «10 Jahre KOFL» geziert, aber dann kam ein schnelles Ende.

Opfer des Spardrucks

Die im Jahr 2004 von der Universität Liechtenstein gegründete und vom Staat mit einem Leistungsauftrag finanzierte Konjunkturforschungsstelle ist zum Jahresende eingestellt worden. Im Rahmen der allgemeinen Sparmassnahmen entzog das Land der KOFL die finanzielle Unterstützung. Die Universität Liechtenstein sah sich nicht in der Lage, die Finanzierung aus ihrem Budget zu sichern, und die Versuche zum Aufbau einer von der Wirtschaft finanzierten Trägerschaft erbrachten nicht den erhofften Erfolg.

Unter dem Dach der Universität Liechtenstein soll jedoch weiterhin empirische Wirtschaftsforschung betrieben werden, wie Rektor Klaus Näscher schon bei der ersten Bekanntgabe der KOFL-Schliessung betonte. Auch zwei Projekte, von der Regierung mitfinanziert, will die Universität zum Abschluss bringen. Dabei handelt es sich um eine Studie über die «Produktionsentwicklung in Liechtenstein» und um ein regionales Projekt zur «Messung der volkswirtschaftlichen Wertschöpfung des Innovationszentrums RhySearch».

Neue Pläne

KOFL-Leiter Carsten Schlag, der nach der Auflösung der Forschungsstelle an der Universität andere Projekte zu volkswirtschaftlichen Fragen übernehmen wird, will noch nicht aufgeben. Er plant den Aufbau eines regionalen Forschungs- und Beratungsinstitutes für Volkswirtschaft mit Sitz in Liechtenstein. Vorgesehen ist die Bezeichnung KOVL (Konjunkturforschungsstelle Vierländereck), womit die Ausdehnung über Liechtenstein hinaus angedeutet wird.