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Liechtenstein setzt auf regionale S-Bahn

Im Mittelpunkt des Liechtensteiner Mobilitätskonzepts steht die S-Bahn zwischen Buchs und Feldkirch. Die Regierung plant, die Bevölkerung in den Entscheidungsprozess einzubinden.
Günther Meier
Die S-Bahn verkehrt zwischen Buchs und Feldkirch. (Bilder: pd)

Die S-Bahn verkehrt zwischen Buchs und Feldkirch. (Bilder: pd)

VADUZ. Mit der geplanten S-Bahn kann Liechtenstein den Wirtschaftsstandort stärken, dem öffentlichen Verkehr eine neue Dimension und der Lebensraumgestaltung in den Ortszentren massgebliche Impulse geben, ist Wirtschaftsminister Martin Meyer überzeugt. Die Bahnstrecke Feldkirch–Buchs führt von Feldkirch in Vorarlberg über Schaan nach Buchs – es ist die einzige Eisenbahnlinie im Fürstentum Liechtenstein. Mit dem grenzübergreifenden S-Bahn-Projekt FL.A.CH soll künftig ein S-Bahn-ähnlicher Regionalverkehr auf der Strecke eingeführt werden.

99 Millionen – trinational

Die Schätzungen für den Streckenausbau – inklusive Haltestellen, Landerwerb und Lärmschutz – gehen von 99 Millionen Euro aus, die von Liechtenstein, Österreich und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) getragen werden. Die geplante S-Bahn erfreut sich in der liechtensteinischen Bevölkerung zwar hoher Zustimmung, dennoch will der Wirtschafts- und Verkehrsminister die Bevölkerung mit einer Informationskampagne in den Entscheidungsprozess mit einbeziehen.

Die Notwendigkeit für den Ausbau des regionalen Schienennetzes und des lokalen Bussystems ergibt sich aus der markanten Verkehrs- und Wirtschaftsentwicklung des Fürstentums in den vergangenen Jahrzehnten. Das Strassennetz Liechtensteins umfasst seit 1970 unverändert 110 Kilometer, doch stieg bis Ende 2010 die Zahl der Motorfahrzeuge von 8208 auf 35 291 an, was zu bestimmten Zeiten zu Staus führt. Kamen 1970 erst 2601 Zupendler aus Österreich und der Schweiz an die Arbeitsplätze in Liechtenstein, so wurden Ende 2010 bereits 16 704 Grenzgänger registriert. Ein erheblicher Teil dieser Arbeitskräfte aus der Region fährt mit dem privaten Motorfahrzeug zur Arbeit, so dass sich jeweils am Morgen und am Abend lange Kolonnen an den Grenzübergängen bilden.

Zum Umsteigen bewegen

Mit der S-Bahn Feldkirch–Buchs, so hofft Liechtenstein, werden noch mehr Zupendler zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr bewegt. Mit dem Liechtenstein-Takt der ÖBB und mit den Direktbussen zwischen Liechtenstein und Feldkirch werden jedes Jahr mehr Passagiere zwischen Wohnort und Arbeitsplatz befördert. Den Durchbruch soll die künftige S-Bahn bringen, die einerseits eine attraktive Verkehrsalternative für die Zupendler nach Liechtenstein bilden soll, anderseits aber auch den Anschluss an die S-Bahn im Rheintal gewährleistet. Die S-Bahn verbinde die Region, betonte Verkehrsminister Martin Meyer gestern – sie verbessere die Erreichbarkeit der Region und erschliesse Arbeitsplatzgebiete. Insgesamt ermögliche die S-Bahn nachhaltiges Wachstum.

Die S-Bahn bildet aus der Sicht des Verkehrsministers das neue regionale Rückgrat des öffentlichen Verkehrs, das bis 2015 realisiert werden soll. Die Feinverteilung in Liechtenstein übernimmt das bestehende Bussystem.

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