Liechtenstein erfüllt dank Gutschriften Kyoto-Ziele

VADUZ. Das Fürstentum Liechtenstein hat den Ausstoss an Kohlendioxid (C0 2 ) reduziert und seine Klimaziele erreicht. Um das Klimaziel von Kyoto zu erfüllen, mussten allerdings C0 2 -Gutschriften an ausländischen Projekten in Anspruch genommen werden.

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VADUZ. Das Fürstentum Liechtenstein hat den Ausstoss an Kohlendioxid (C02) reduziert und seine Klimaziele erreicht. Um das Klimaziel von Kyoto zu erfüllen, mussten allerdings C02-Gutschriften an ausländischen Projekten in Anspruch genommen werden. Mit dem Kyoto-Protokoll verpflichtete sich das Fürstentum, die Treibhausgasemissionen in der Periode von 2008 bis 2012 um durchschnittlich 8 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 1990 zu senken. Liechtenstein reichte Anfang Januar den entsprechenden Abschlussbericht beim UN-Klimasekretariat ein, wie die Regierung in Vaduz gestern mitteilte.

220 000 Tonnen

Gemäss Bericht wurden die jährlichen C02-Emissionen von 259 400 auf 225 300 Tonnen reduziert. Wesentlich dazu beigetragen hätten Massnahmen in der Energieeffizienz sowie erneuerbare Energien, hiess es. Um die Verpflichtungen gemäss Kyoto-Protokoll tatsächlich erfüllen zu können, mussten über die vierjährige Periode total 220 000 CO2-Gutschriften (220 000 Tonnen) aus ausländischen Projekten in Anspruch genommen werden. Dafür hatte das Parlament einen Kredit von 4,95 Millionen Euro gesprochen. Die CO2-Gutschriften stammen aus Projekten in den Ländern Thailand, Indien und Brasilien.

Eine Reduktion um 20 Prozent

Bis 2020 hat sich der Kleinstaat im Rahmen der zweiten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls verpflichtet, die Emissionen um 20 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Die von der Regierung im vergangenen Jahr verabschiedete Klimastrategie beschreibt den Weg. Ein wesentliches Ziel sei es, die Verpflichtung vorwiegend mit Reduktionen im Inland zu erfüllen und die Realisierung von Emissionsreduktionen im Ausland so gering wie möglich zu halten, betonte die Regierung. (sda)

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