Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Lieber Hasen als Hühner

Scharfgezeichnet

Arme Ostertiere: Wir gieren nach ihnen. Nach Huhn, Hase und Lamm. Am St. Galler Marktplatz nagen Leute in der «Chickeria» Pouletschenkel ab, tunken goldbraune Nuggets und Flügeli in die Sauce. Der Take-away läuft so gut, dass die Migros am St. Galler Bahnhof noch in diesem Jahr eine zweite «Chickeria» eröffnen will. Hauptsache, es schmeckt. Wenn kümmert’s, dass viele Mast­hühner mit Antibiotika behandelt werden? Allein im Thurgau werden jährlich 1,2 Millionen Poulets gemästet. Die sind laut der Organisation Kagfreiland so schwer, dass sie ihren eigenen Fleischberg kaum tragen ­können.

Auch einem Osterlamm in Salmsach war ein kurzes Leben beschieden. Es kam in der Karwoche auf mysteriöse Art zu Tode. Ohne Schwanz lag es eines Morgens tot im Stall. Ein Sektenexperte vermutete gegenüber einer Zeitung, dass ein Okkultist am Werk war. Es gebe verschiedene obskure Rituale, bei denen das Blut eines Lamms getrunken werde.

Wer es süss mag, greift zum Schoko­hasen. Im Netz kursiert gerade eine frivole Liste, weshalb ein Osterhase besser sei als ein Mann. «Du kannst ihn sogar vor deiner Mutter vernaschen», wird da gekalauert. «Du kannst problemlos mehrere haben – gleichzeitig.» Und: «Seine Familie ist genauso süss wie er.» Lustig? Naja. Immerhin weniger blutrünstig.

Melissa Müller melissa.mueller@ostschweiz -am- sonntag.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.