Lichtensteiner Landesspital in der Krise

VADUZ. Das Lichtensteiner Landesspital in Vaduz gerät zusehends in eine Existenzkrise: Ein Grossteil der Belegärzte hat angekündigt, «in naher Frist» zu kündigen. Die Folge könnte im schlimmsten Fall die Schliessung des einzigen Spitals im Fürstentum sein.

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Im liechtensteinischen Landesspital drohen die Ärzte mit Kündigungen. (Bild: pd)

Im liechtensteinischen Landesspital drohen die Ärzte mit Kündigungen. (Bild: pd)

Die Beweggründe der Belegärzte sind «mangelnde Zukunftsaussichten und fehlender Rückhalt in der Bevölkerung». Das schreibt der Bereichsleiter Medizin des Spitals, Gernot Singer, in einem offenen Brief an die Regierung des Fürstentums. Das Schreiben wurde am Freitag von der Onlineausgabe der Tageszeitung «Volksblatt» veröffentlicht.

Auslöser der Krise ist die klare Ablehnung eines 83 Millionen Franken teuren Spitalneubaus an der Urne Ende Oktober. Bei der Abstimmung ging es auch um die Frage, ob sich das Ländle weiterhin eine weitgehend autonome Grundversorgung leisten will. Die Gegner des Spitalneubaus forderten eine Konzentration auf Geburts- und Altersmedizin und mehr Kooperation mit dem benachbarten Ausland. (sda)

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