Liberal und bodenständig

Aus dem Rheintal Bischof Markus Büchel gilt als liberal, als einer auch, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Eine breite Öffentlichkeit hat davon Kenntnis genommen, als er sich als Vorsitzender der Bischofskonferenz mit deutlichen Worten gegen die Verteufelung der Homosexualität wandte.

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Aus dem Rheintal Bischof Markus Büchel gilt als liberal, als einer auch, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Eine breite Öffentlichkeit hat davon Kenntnis genommen, als er sich als Vorsitzender der Bischofskonferenz mit deutlichen Worten gegen die Verteufelung der Homosexualität wandte.

Für das Wohl einer Person sei weniger die Neigung als der verantwortungsvolle Umgang mit der Sexualität entscheidend, so der Bischof. Die Kirche müsse sich der historischen Lasten im Umgang mit der Homosexualität bewusst stellen.

Markus Büchel, Jahrgang 1949, stammt aus Rüthi im Rheintal. Er hat bäuerliche Wurzeln. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Freiburg empfing er 1976 die Priesterweihe. Im Anschluss an ein Vikariat in St. Gallen-Neudorf (1976–1982) war er bis 1988 Domvikar, ab 1988 Pfarrer in Flawil. Vier Jahre später wurde er zum Dekan des Dekanats Gossau gewählt. Ab 1995 amtierte er als Bischofsvikar, Leiter des Pastoralamts St. Gallen und Leiter der Seelsorge. 1999 wurde er Domdekan und damit Vorsteher des Domkapitels.

Büchels Wahl zum Bischof erfolgte am 4. Juli 2006. Bereits einen Tag später bestätigte Papst Benedikt XVI. die Wahl. Büchel folgte auf Ivo Fürer, der altershalber zurücktrat. Von 2012 bis 2015 war Büchel Vorsitzender der Schweizer Bischofskonferenz. (cla.)