Lernen im Kinderspital

Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, auch wenn es krank und im Spital ist. Die Spitalpädagogik des Ostschweizer Kinderspitals in St. Gallen hilft den Patienten, Anschluss an den Schulstoff zu behalten und schwierige Schulsituationen zu überwinden. Ausserdem bietet sie ein Stück Normalität im Krankenhausalltag.

Lian Voggel
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Der Unterricht im Lernatelier des Kinderspitals bietet den jungen Patienten Abwechslung im Krankenhausalltag. (Bild: Michel Canonica)

Der Unterricht im Lernatelier des Kinderspitals bietet den jungen Patienten Abwechslung im Krankenhausalltag. (Bild: Michel Canonica)

Im Krankenbett liegend wird der schlanke 14jährige Philip* ins Lernatelier des Ostschweizer Kinderspitals geschoben. Die Rehabilitation nach einer Hüft-Operation wird mehrere Monate dauern. Die schüchterne 13jährige Melanie* leidet an Diabetes und hatte keine Lust mehr darauf, ihre Blutwerte zu messen und Insulin zu spritzen. «Ich bleibe hier, bis ich alles wieder im Griff habe», sagt die Sechstklässlerin. Die selbstbewusst wirkende 21jährige Petra* ist für eine Anorexieabklärung da. Die Klientel des Kinderspitals und somit auch der Abteilung für Spitalpädagogik, wie die Schule im Kinderspital im Fachjargon heisst, ist vielschichtig, was Krankheitsbilder, Aufenthaltsdauer und Alter anbelangt. (*Namen der Redaktion bekannt)

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