Leichtsinn schädigt Umwelt

Im Kanton St. Gallen blieb im vergangenen Jahr die Zahl der Umweltschadenfälle 2009 stabil. Gewässerverschmutzungen sind häufigste Ursache für Fischsterben.

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st. gallen. 50mal sind Mitarbeiter des Schadendienstes des kantonalen Amtes für Umwelt und Energie (AFU) im vergangenen Jahr ausgerückt. Insgesamt wurden dem AFU 62 Schadenfälle, die die Umwelt beeinflusst haben, gemeldet. «Die meisten Schadenfälle wären vermeidbar gewesen», stellt die Staatskanzlei fest.

Zu den häufigsten Ursachen für Schädigungen der Umwelt gehörten laut Mitteilung nach wie vor der leichtsinnige Umgang mit Gülle, Heizöl und Dieselöl, aber auch Transport- und Verkehrsunfälle.

Meistens hätten die fehlerhafte Bedienung von Anlagen oder mangelndes Gefahrenbewusstsein dazu geführt, dass ein Bach, das Grundwasser oder der Boden verschmutzt worden seien.

Keine Katastrophen

Die Zahl der Fälle sei gegenüber 2008 leicht angestiegen, schreibt die Staatskanzlei. Einzelne Ereignisse, die Aufsehen erregten, habe es im vergangenen Jahr keine gegeben.

Tote Fische in Schmutzwasser

«Auch kleine Schadenfälle können die Umwelt schädigen», hält die Staatskanzlei fest. Eine Gewässerverschmutzung könne den gesamten Fischbestand in einem Gewässer vernichten. In den letzten 20 Jahren seien Gewässerverschmutzungen, verursacht etwa durch Gülle und Abwasser, die häufigste Ursache für Fischsterben gewesen.

Wenn bei Schadenfällen die negativen Folgen für die Umwelt klein bleiben, sei dies meistens den lokalen Einsatzkräften zu verdanken, heisst es in der Mitteilung weiter. Dank der richtigen Ausrüstung und dank ihres grossen Wissens können sie rasch und gezielt eingreifen. Der AFU-Pikettdienst entscheide vor Ort zusammen mit Feuerwehr, Polizei und Gemeinde über Massnahmen. (red.)

Unvorsichtiger Umgang mit Gülle oder Heiz- und Dieselöl kann Umweltschäden und Fischsterben zur Folge haben. (Bilder: ky/Reto Martin)

Unvorsichtiger Umgang mit Gülle oder Heiz- und Dieselöl kann Umweltschäden und Fischsterben zur Folge haben. (Bilder: ky/Reto Martin)