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LEICHE IN ZEZIKON: Mutter der vermissten 20-Jährigen: "Die Hoffnung ist ganz, ganz klein"

Bei der toten Frau handelt es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit um eine seit November vermisste 20-Jährige aus Turgi (AG). Ihre Mutter hat Angst, dass sich die schlimmen Befürchtungen bestätigen - und hatte schon beim Verschwinden ihrer Tochter eine dunkle Vorahnung.
An dieser Stelle in einem Wald bei Zezikon fand ein Mann den Teppich mit der eingewickelten Leiche einer Frau. (Bild: Mario Testa)

An dieser Stelle in einem Wald bei Zezikon fand ein Mann den Teppich mit der eingewickelten Leiche einer Frau. (Bild: Mario Testa)

Die Mutter jener 20-Jährigen, die im Aargau seit November vermisst wird und nun möglicherweise tot in Zezikon gefunden worden ist, steht unter Schock. "Den gestrigen Tag werde ich nie vergessen. Die Polizei kam und wollte eine DNA-Probe von mir", sagte die Frau am Dienstagabend in der News-Sendung "Aktuell" von "Tele M1".

Die DNA-Analyse ist eine der Methoden, mit der Rechtsmediziner Leichen identifizieren. Dies sagt Mario Christen, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, auf Anfrage der "Thurgauer Zeitung". Mittels DNA-Vergleich solle geklärt werden, ob die Vermisste aus Turgi einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sei, bestätigt "Tele M1".

Die Leiche der toten Frau im Teppich befindet sich momentan im Institut für Rechtsmedizin in St.Gallen. Eine offizielle Bestätigung, dass es sich tatsächlich um die junge Aargauerin handelt, gibt es nicht. Die Ermittlungen seien am Laufen, sagt Mario Christen. "Die Identifikation der Toten hat Priorität". Sobald die Identität bestätigt sei, werde die Kantonspolizei informieren, ergänzt er. Offizielle Neuigkeiten zum Fall gebe es im Moment keine.

"Aber sie kam nie mehr zurück"

Zuletzt wurde die 20-Jährige aus Turgi im November im Ausgang an der Zürcher Langstrasse gesehen, schreibt die "Aargauer Zeitung". Ihre Familie gab damals eine Vermisstmeldung auf. Bei der Kantonspolizei Aargau hatte es bisher geheissen, man gehe eher nicht von einem Gewaltverbrechen aus. Weil die Frau volljährig ist und somit auch von zu Hause wegbleiben dürfe, sei es schwierig, Anhaltspunkte zu finden. Die Aargauerin wurde in der ganzen Schweiz polizeilich gesucht.

"Sie hat mir geschrieben, sie gehe noch etwas trinken. Dann komme sie mit dem Zug nach Hause. Aber sie kam nie zurück", sagt die gezeichnete Mutter gegenüber "Tele M 1". Die Familie hatte schon damals eine dunkle Vorahnung. "Ich sagte dem Polizisten: ‹Das nächste Mal, wenn Sie hierher kommen, werden Sie uns schlechte Nachrichten überbringen›", erzählt der Bruder der Vermissten.

Er und seine Mutter glauben nicht, dass die 20-Jährige noch am Leben ist. Auch wenn sie sich dies von ganzem Herzen wünschen. "Ich hoffe und bete, dass es nicht sie ist. Aber die Hoffnung ist ganz, ganz klein", sagt die verzweifelte Mutter. (bro)

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