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Kommentar

Lehrstellenpanik bei Schülern und Firmen: Schulterzucken hilft nicht weiter

Dass Firmen immer früher Lehrverträge mit Jugendlichen abschliessen, ist keine gute Entwicklung. St.Galler CVP-Kantonsräte fordern zu Recht, dass die Regierung aktiv wird.
Adrian Vögele
Adrian Vögele, Redaktor Ressort Ostschweiz

Adrian Vögele, Redaktor Ressort Ostschweiz

«Komfortabel» hätten es Jugendliche heute bei der Berufswahl, findet das St. Galler Bildungsdepartement und verweist auf die 1500 freien Lehrstellen im Kanton. Ziemlich viele Schüler und Eltern dürften anderer Meinung sein. Das Karussell bei der Lehrstellenvergabe dreht sich immer schneller. Schon im zweiten Oberstufenjahr beginnt das Werben um die besten Kandidaten, die Teenager sollen immer früher über ihre Zukunft entscheiden. Dass hierbei die Sorgfalt trotz höherem Tempo dieselbe bleibt, ist ein frommer Wunsch. Nicht zum ersten Mal verlangen Politiker von der St. Galler Regierung, dass sie sich ausführlich mit dem Thema befasst – zu Recht. Wenn der Unterricht an der Volksschule schon eineinhalb Jahre vor Abschluss zur Nebensache wird, läuft etwas falsch.

Natürlich gilt die Wirtschaftsfreiheit, und natürlich stehen die Firmen unter Druck, die besten Leute zu gewinnen. Wenn es aber um 14-Jährige geht, ist besondere Sensibilität gefragt. Dass sich manche Unternehmen an «Fairplay»-Initiativen gegen eine zu frühe Lehrstellenvergabe beteiligen, ist lobenswert. Allein: Diese Initiativen haben zu wenig Breitenwirkung. Das sollte für die Regierung Ansporn genug sein, die Situation zu analysieren und sich mit der Wirtschaft an einen Tisch zu setzen. Mit den Schultern zucken und hoffen, dass sich das Problem von selber löst, hilft nicht weiter.

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