Lehrplan 21 im Thurgau weiter in der Kritik

FRAUENFELD. Die Interessengemeinschaft für eine gute Thurgauer Volksschule wehrt sich vehement gegen die Einführung des Lehrplans 21. Sie startet eine Informationskampagne.

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FRAUENFELD. Die Interessengemeinschaft für eine gute Thurgauer Volksschule wehrt sich vehement gegen die Einführung des Lehrplans 21. Sie startet eine Informationskampagne. Coach statt Lehrperson, fehlende Strukturen, Zyklen statt Jahrgangsklassen, Abschaffung von Fächern, überforderte Kinder und Eltern, demotivierte Lehrer: Das sind nur einige Schlagworte, mit denen die Interessengemeinschaft gegen den Lehrplan 21 mobil machen will.

Lernbegleiter statt Lehrer

Mit dem Lehrplan 21 würden Lehrer zum Lernbegleiter degradiert, sagt Co-Präsidentin und Primarlehrerin Hedwig Schär. Ebenfalls müssten die Kinder neu alles selber herausfinden. Jedes Kind arbeite an seinem eigenen Programm. «Diese drei Sachen überfordern das Kind.» Das führe zu Entmutigung und schmälere die Lernfreude.

Volksabstimmung erwirken

Die Interessengemeinschaft will mit einer Volksinitiative bewirken, dass das Volk an der Urne über den Lehrplan entscheidet. So hat im Mai ein überparteiliches Komitee die Initiative «Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule» lanciert. Die Initiative läuft noch bis Mitte November.

Im Kanton St. Gallen steht aktuell die Einführungsphase des Lehrplans 21 an. Aber auch hier ist eine entsprechende Initiative – die Initiative für einen Austritt aus dem HarmoS-Konkordat – mit 7000 gesammelten Unterschriften eingereicht worden. Auch in Appenzell Innerrhoden soll die Einführung des neuen Lehrplans mit einer Einzelinitiative verhindert werden. (red.)