Lehrkräfte der Oberstufe reden über Fusion

RAPPERSWIL-JONA. Der Vorstand der Sekundarlehrerkonferenz des Kantons St. Gallen (SLK) wird mit dem kantonalen Reallehrerkonvent Fusionsgespräche aufnehmen. An der Hauptversammlung der SLK in Rapperswil-Jona haben die Mitglieder einen entsprechenden Antrag einstimmig gutgeheissen.

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RAPPERSWIL-JONA. Der Vorstand der Sekundarlehrerkonferenz des Kantons St. Gallen (SLK) wird mit dem kantonalen Reallehrerkonvent Fusionsgespräche aufnehmen. An der Hauptversammlung der SLK in Rapperswil-Jona haben die Mitglieder einen entsprechenden Antrag einstimmig gutgeheissen. Eine mögliche Fusion soll dem Umstand Rechnung tragen, dass es mittlerweile fast überall Oberstufenzentren gibt, in denen Sekundarschülerinnen und Realschüler von den gleichen Lehrpersonen unter einem Dach unterrichtet werden.

Berufsauftrag im Wandel

An der SLK-Hauptversammlung äusserten sich zudem verschiedene Redner zu zahlreichen schwergewichtigen Themen, die im Bildungsbereich und der Volksschule aktuell sind. Bildungschef Stefan Kölliker bekam Applaus für seine Äusserung, dass der Bildungsbereich der falsche Ort zum Sparen sei. Wie Thomas Rüegg, Schulratspräsident von Rapperswil-Jona und Präsident des Verbands St. Galler Schulträger, betonte, braucht es einen Berufsauftrag, der die Lehrperson im Zentrum sieht und vom Lektionendenken weg zu Anstellungen aufgrund von Stellenprozenten hinführt. Kölliker erläuterte, dass im Bildungsdepartement ein Berufsauftrag ausgearbeitet werde, der auf Grundlagen aus dem Kanton Luzern in vier Berufsfelder gegliedert werden soll.

Wechsel im Vorstand

Weitere Themen an der Versammlung waren die Neuregelung der staatlichen Pensionskassen, die vielen Beteiligten Sorge bereitet, sowie das kantonale Sonderpädagogik-Konzept. Bei letzterem verlangten sämtliche Konvente und Pädagogischen Kommissionen sowie der kantonale Lehrerinnen- und Lehrerverband Anpassungen – mit Erfolg. Die integrative Sonderschulung wird abgelehnt, allerdings sollen Schülerinnen und Schüler mit Teilleistungsschwächen in Regelklassen integriert werden. Im SLK-Vorstand waren zudem zwei Rücktritte zu akzeptieren. Ursula Hürlimann verliess den Vorstand nach sieben, Adrian Riss nach zwölf Jahren. Der Präsident, die verbleibenden Vorstandsmitglieder und die Geschäftsprüfungskommission wurden zur Wahl gestellt und einstimmig in ihren Chargen bestätigt. Zudem durfte die Versammlung mit Sabine Schultze ein neues Vorstandsmitglied wählen. (red.)

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