Lehrerverband kritisiert Umfrage

ST.GALLEN. Über 2800 Lehrerinnen und Lehrer haben an einer Online-Umfrage des St.Galler Bildungsdepartements zu ihrer Berufssituation teilgenommen. Der Lehrerverband bezweifelt, ob die Resultate zu konkreten Massnahmen führen werden.

Adrian Vögele
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Zahlreiche Pädagogen im Kanton St. Gallen haben sich in einer Umfrage zu ihrem Beruf geäussert. (Archivbild: Hannes Thalmann)

Zahlreiche Pädagogen im Kanton St. Gallen haben sich in einer Umfrage zu ihrem Beruf geäussert. (Archivbild: Hannes Thalmann)

Er wolle den Lehrerinnen und Lehrern den Rücken stärken, betont Bildungschef Stefan Kölliker in der Einleitung zur Online-Umfrage. Die Arbeitsgruppe «Wandel und Zukunft des Lehrberufs» habe beschlossen, hierfür zunächst eine Umfrage durchzuführen. An der Befragung haben über 2800 Personen teilgenommen; derzeit läuft die Auswertung.

Ob die Umfrage tatsächlich nötig gewesen wäre, darüber herrscht keine Einigkeit: «Ich bezweifle, dass die Erhebung viel Neues zutage fördern wird», sagt Hansjörg Bauer, Präsident des kantonalen Lehrerverbands. Die Forderungen, die sein Verband seit langem stelle – etwa die Senkung der Pflichtstundenzahl und die Erhöhung der Löhne –, basierten auf Äusserungen der Lehrkräfte und seien nicht aus der Luft gegriffen.

Ob die Resultate der Umfrage zu konkreten Massnahmen im Bildungsdepartement führen würden, sei zudem überhaupt nicht sicher.

Ausserdem kritisiert der Lehrerverband die Programmierung der Umfrage: Es gab keinen geschützten Zugang nur für Lehrkräfte; jedermann konnte daran teilnehmen.

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