Kolumne

Der Lehrerbildner und Fussballreporter wird Prorektor

Bevor er «in aller Frische» in Pension geht, übernimmt Johannes Gunzenreiner an der PHSG eine neue Aufgabe. 

Marcel Elsener
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Einen Moderator und Motivator wie ihn gibt es nur wenige: Johannes Gunzenreiner, Lehrer und Lehrerbildner seit vier Jahrzehnten und fast ebenso lang Fussballreporter für Radio SRF. Wer ihn einmal als Moderator an einem Bildungs- und Sportpodium erlebt hat, kann sich vorstellen, warum ihn Hunderte Oberstufenschüler in Oberuzwil und Studenten der Pädagogischen Hochschule St.Gallen in bester Erinnerung haben.

In der Öffentlichkeit bekannt geworden ist Gunzenreiner als Co-Leiter der seit 2015 aufgebauten Fachstelle für Demokratie und Menschenrechte. Nun packt der leidenschaftliche Wissensvermittler eine neue Aufgabe an: Am 1. August übernimmt er das PHSG-Prorektorat Ausbildung Sekunderstufe I und II. Interimistisch für ein Jahr, allenfalls bis Ende Februar 2022. Dann geht Gunzenreiner, Jahrgang 1957, in aller Frische in Pension.

Bis dahin – und wohl darüber hinaus – will er die Holocaust-Forschung vorantreiben. Keine Ermüdungserscheinungen zeigt er auch als Fussballreporter: Zwar hat er reduziert, doch wäre es «wahnwitzig, den Bettel hinzuwerfen, wo es ja vielleicht Historisches zu feiern gibt», meint der FCSG-Fan verschmitzt.

Und weiterhin engagiert er sich in Oberuzwil, wo er seit seiner ersten Lehrerstelle 1978 wohnt, im dortigen Ortsmuseum. Zudem reist er sehr gern, zuletzt nach Armenien, dessen schmerzvolle Geschichte ihn stark berührte.

Beruf, Leidenschaften und Familie unter einen Hut zu bringen, sei eine Frage effizienter Arbeitsökonomie, sagt der Familienvater mit zwei erwachsenen Kindern und zwei Grosskindern. Motivation sind ihm die guten Rückmeldungen: «Es lohnt sich, einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.»