Lebensraum für seltene Tiere

In Wangs und Pfäfers gibt es zwei Naturschutzprojekte, die für den Erhalt der Biodiversität von Bedeutung sind. Regierungspräsident Benedikt Würth machte sich gestern ein Bild vom Stand der Projekte.

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Regierungspräsident Benedikt Würth (2. v. re.) lässt sich über das aufgewertete Biotop Feerbach orientieren. (Bild: Axel Zimmermann)

Regierungspräsident Benedikt Würth (2. v. re.) lässt sich über das aufgewertete Biotop Feerbach orientieren. (Bild: Axel Zimmermann)

Zwei Aufwertungsprojekte in der Region Sarganserland zeigen beispielhaft die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Kanton, Gemeinden und privaten Naturschutzorganisationen im Natur- und Landschaftsschutz. Die Erhaltung und Aufwertung bestehender naturnaher Lebensräume ist für den Naturschutz von grosser Bedeutung. Der St. Galler Regierungspräsident Benedikt Würth liess sich gestern vor Ort von den Verantwortlichen über die beiden Projekte informieren.

Finanzielle Unterstützung

Würth besuchte zum einen die aufgewertete Kiesgrube Feerbach in Wangs, ein Amphibienbiotop von nationaler Bedeutung. Das Projekt wurde vergangenes Jahr abgeschlossen. Entstanden ist ein Lebensraum für Grasfrosch, Erdkröte, Bergmolch und die gefährdete Gelbbauchunke. Zum anderen wurde in Pfäfers die Kulturlandschaft Porta Romana mit ihren Trockenmauern besichtigt. Die Sanierung steht vor der Vollendung. Beide Projekte wurden von Pro Natura St. Gallen-Appenzell initiiert und geleitet. Kanton und Gemeinden haben die Projekte finanziell unterstützt.

Kerngebiete für die Natur

Die Kiesgrube Feerbach und die Porta Romana können als eigentliche Kerngebiete für die Tier- und Pflanzenwelt bezeichnet werden. Solche Gebiete sind für den Naturschutz und die Erhaltung der Biodiversität von ausserordentlicher Bedeutung. In einer vom Menschen intensiv genutzten Landschaft bieten sie zahlreichen seltenen und bedrohten Arten Lebensraum. Die Erhaltung und Aufwertung dieser Gebiete ist aus Sicht des Naturschutzes ein dringendes Anliegen. Jährlich unterstützt der Kanton St. Gallen bis zu 40 grössere und kleinere Naturschutzprojekte mit 1,6 Millionen Franken. (red.)