Lastwagen-Chauffeur am Zoll in Diepoldsau geschnappt – der Russe war 16 Stunden ohne Pause am Steuer gesessen

Ein russischer Chauffeur war im September drei Tage lang fast pausenlos mit seinem Lastwagen unterwegs. Am Grenzübergang Diepoldsau endete seine Reise vorerst.

Daniel Walt
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Der Mann flog am Grenzübergang in Diepoldsau auf. (Bild: Ralph Ribi)

Der Mann flog am Grenzübergang in Diepoldsau auf. (Bild: Ralph Ribi)

Der Mann war für eine Transportfirma aus Österreich unterwegs, wie aus einer Mitteilung der Eidgenössischen Zollverwaltung hervorgeht. Normalerweise darf ein Chauffeur höchstens zehn Stunden am Stück fahren und muss danach zwingend eine Pause von mindestens neun Stunden einlegen. So sehen es die Ruhezeitvorschriften vor.

Die Auswertung des Fahrtenschreibers zeigte, dass der Russe massiv gegen diese Vorschriften verstossen hatte. Am ersten Tag war er über 16 Stunden ohne Pause am Steuer, am zweiten Tag über 13 Stunden und am dritten Tag 12 Stunden. Die Pausen dazwischen betrugen nie länger als sechs Stunden. Insgesamt legte der Fahrer in diesen drei Tagen über 2000 Kilometer zurück.

Der Chauffeur wurde bei der Staatsanwaltschaft St. Gallen wegen Widerhandlung gegen die Arbeits- und Ruhezeitverordnung angezeigt.