Landwirtschaft soll wettbewerbsfähiger werden

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Eingetaucht in die Olma-Welt: Bundespräsidentin Doris Leuthard im Umzug zum Messegelände, als Modellboot-Kapitänin in der Sonderschau des Gastkantons Thurgau und bei den Kühen im Olma-Stall, im Gespräch mit Christian Manser, Präsident der Olma-Tierschauen. (Bilder: Urs Bucher)

Eingetaucht in die Olma-Welt: Bundespräsidentin Doris Leuthard im Umzug zum Messegelände, als Modellboot-Kapitänin in der Sonderschau des Gastkantons Thurgau und bei den Kühen im Olma-Stall, im Gespräch mit Christian Manser, Präsident der Olma-Tierschauen. (Bilder: Urs Bucher)

Ansprache In ihrer Rede zur Olma-Eröffnung überbrachte Bundespräsidentin Doris Leuthard der «rüstigen Jubilarin» Gratulationen des Bundesrats. Die Messe stehe für die Vielfalt der Landwirtschaft – «und sie stärkt die Verbindung zwischen Stadt und Land». Das Thema Ernährungssicherheit, das an der ersten Olma im Jahr 1943 im Zentrum stand, habe wieder an Aktualität gewonnen. «Die Bevölkerung wächst, der landwirtschaftliche Boden ist knapp und der Klimawandel verändert die Produktionsbedingungen.» Es gelte, die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten und bei der Belastung der Umwelt vorsichtig zu sein. Die Schweiz müsse dem Verlust von Kulturland entgegenwirken. Wirtschaftlich habe die Landwirtschaft Fortschritte gemacht, so Leuthard. «Die staatliche Unterstützung macht aber nach wie vor viel aus, viele Bauernbetriebe sind zu stark abhängig vom Bund.» Der Bundesrat will mit der Agrarpolitik ab 2022 die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft optimieren und ein besseres Management der natürlichen Ressourcen erreichen.

Die SVP kritisierte die Pläne gestern scharf. Die geäusserten Ansprüche an die Landwirtschaft – «mehr Biodiversität, Anpassung an den Klimawandel und Anpassung an das internationale Marktumfeld» – seien schlicht nicht gleichzeitig erfüllbar. Das bedeute den «Todesstoss» für die Landwirtschaft. (av)