«Landbau», Winden: Fleischeslust in Variationen

Das Restaurant Landbau liegt an der Strasse St. Gallen–Amriswil in der Gemeinde Winden, oft wird es auch «Ballen» genannt. Hier geht auch die historische Alte Konstanzerstrasse vorbei, heute vor allem eine Route für Velofahrer und Wanderer.

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Das Restaurant Landbau liegt an der Strasse St. Gallen–Amriswil in der Gemeinde Winden, oft wird es auch «Ballen» genannt. Hier geht auch die historische Alte Konstanzerstrasse vorbei, heute vor allem eine Route für Velofahrer und Wanderer. Das Stück zwischen dem «Ballen» und der Gemeinde Lömmenschwil ist geradezu eine Panoramastrecke mit herrlichem Blick über den Bodensee.

Auf dem «Landbau» ist seit gut zwei Jahren Toni Burger Pächter und Küchenchef. Er ist ein erfahrener und sehr initiativer Koch, der unter anderem viele Jahre auf dem St. Galler «Metzgertor» wirtete. Er pflegt eine traditionelle bürgerliche Küche, in der das Fleisch eine Hauptrolle spielt bis hin zu Lamm, Strauss und Pferd. Mehrere Male im Jahr setzt er mit Spezialitätenwochen kulinarische Akzente.

Wild, auch vom Schwein

Bei unserem Besuch wurde gerade die Wildkarte neu aufgelegt – die Wildwochen dauern bis Ende Monat. Daraus wählten wir als Vorspeisen Blattsalat mit Rehfilet-Würfeli (18.50) und Blattsalat mit Wildpastete (11.50). Dem folgten einerseits Hirsch-Entrecôte an Pfefferrahmsauce (37.50), anderseits Wildschweinsteak auf frischen Steinpilzen und mit Kräuterschaum überbacken (36.50). Beides wurde mit den traditionellen Wildbeilagen serviert.

Das schmeckte alles ausgezeichnet, das Fleisch war perfekt gebraten, die Steinpilze zum Wildschwein waren deutlich mehr als nur eine Erinnerung an diese Delikatesse. Auf der Karte verlockten etwa auch noch die Kürbiscrèmesuppe (8.50) als Einstieg oder als Hauptgang die Rehfilet-Würfeli an Steinpilzrahmsauce (40.50).

Von der Weinkarte wählten wir zu den Vorspeisen einen fruchtigen Wilchinger «Federweiss» (4.–/dl) und zu den Hauptspeisen einen Bündner «Herrschäftler», einen Malanser Pinot Noir der Winzerin Annatina Pelizzatti (45.

–/Flasche). Der in gebrauchten Barrique-Fässern gereifte Wein passte sehr gut zum Wild; er ist würzig und im Gaumen gleichwohl harmonisch.

Für Abwechslung wird gesorgt

Bekannt sind der «Ballen» und sein Koch auch für die Cordon bleu, die vom Poulet-, Schweine- und Kalbfleisch angeboten werden. Auf der normalen Karte finden sich fünf Variationen, auf der Karte für die zweimal jährlich stattfindenden Cordon-bleu-Wochen deren 15 (23.50 bis 38.

50). Da gibt es etwa eine Variation mit Schinken, Aprikosen, Käse und Mandeln oder eine andere mit Rohschinken und Steinpilzen. Für Liebhaber von Kalbsleber bereitet Toni Burger jeweils am Mittwoch und Donnerstag in den Monaten Dezember und Januar Kalbsleberli-Variationen zu, darunter Kalbsleberli mit Steinpilzen (33.50) oder Kalbsleberli und -nierli an Madeira-Sauce (31.50). Zum abwechslungsreichen «Programm» im «Landbau» gehören auch die Tiroler Wochen. Ab 26.

Januar steht für 14 Tage ein Gastkoch aus Innsbruck mit in der Küche und bereitet all jene Gerichte zu, wie man sie aus Ski- und Wandertagen in den Tiroler Bergen kennt.

Unser Eindruck: Was im «Landbau» von einem aufmerksamen und freundlichen Service aufgetragen wird, ist von zuverlässiger Qualität – und man geht nicht hungrig vom Tisch. Urs Bader

Landbau, 9315 Winden Ballen, Tel. 071 290 21 22 Öffnungszeiten: Mi bis So Karte: Vorspeisen 6.– bis 16.50, Tellergerichte 15.50 bis 36.50, aus Grossmutters Küche (z. B. Kutteln, Käsespätzli mit Zwiebel) 11.50 bis 19.50.

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