Land unter in Appenzell

Heftige Gewitter in der Ostschweiz: Im Appenzeller Mittelland standen nach starken Regenfällen Keller und Wohnungen unter Wasser. Ein Auto wurde von den Wassermassen mitgerissen.

Sarah Schmalz
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Heftige Gewitter mit starkem Regen und Hagel gingen in der Nacht auf Freitag auf Teile der Schweiz nieder. Die Ostschweiz war mit am meisten betroffen. Der Kanton Appenzell Ausserrhoden verzeichnete mit bis zu 60 Litern Wasser pro Quadratmeter die stärksten Regenfälle der Schweiz.

Grosseinsatz der Feuerwehr

Bei der Notrufzentrale in Trogen gingen zwischen 19 und 20 Uhr über 20 Meldungen wegen Gewitterschäden ein, wie die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden mitteilt. Die meisten Schäden wurden in den Gemeinden Trogen, Bühler und Gais gemeldet. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren und Strassenunterhaltsdienste waren laut Kantonspolizei bis 23.30 Uhr im Dauereinsatz. Das bestätigt Alwin Hasler, Kommandant der Feuerwehr Teufen, Bühler und Gais. «Alleine in Gais mussten wir 16mal ausrücken», sagt er. Die meisten Notrufe seien wegen überfluteter Keller eingegangen. Aber auch einige Parterrewohnungen seien vom Wasser geflutet worden.

«In Bühler hat der über die Ufer getretene Rotbach ausserdem einen parkierten Mercedes mitgerissen», sagt Hasler. «Das Autowrack konnten wir dann mehrere hundert Meter bachabwärts mit einem Kran bergen.»

Keine Schäden

«Im Kanton St. Gallen sind trotz Hagel keine Schäden verzeichnet worden», sagt Hanspeter Eugster, Mediensprecher der St. Galler Kantonspolizei.

Auch der Kanton Thurgau kam glimpflich davon. «Bei uns ging lediglich eine Meldung ein», sagt Andy Theler, Mediensprecher der Thurgauer Kantonspolizei. In Erlen habe ein verstopfter Schachtdeckel in einer Unterführung eine Überschwemmung ausgelöst. «Die Feuerwehr musste aber nicht ausrücken», sagt Theler.

In den nächsten Tagen sind laut Meteo Schweiz keine grösseren Unwetter zu erwarten.